Mögliche Erholungstreiber bei Wienerberger könnten nach Einschätzung von Jefferies erst 2027 greifen. Das Analysehaus nahm die Beobachtung des Unternehmens am 14. Oktober mit der Einstufung „Hold“ und einem Kursziel von 16 Euro auf, wie Medien berichtet haben. Kurzfristig richte sich der Fokus auf die strategische Überprüfung des Unternehmens.
Vorsichtige Bewertung nach der Gewinnwarnung
Bei den Analystenreaktionen auf die Gewinnwarnung vor gut einer Woche beließ UBS die Einstufung bei „Sell“. Anders als Jefferies empfahl UBS den Verkauf der Aktie.
Gestern stieg das Papier um 1,9%. Der Schlusskurs von 16,48 € lag über dem Kursziel von Jefferies.
Wienerberger hatte seine EBITDA-Prognose für das Geschäftsjahr 2026 auf 640–650 Mio. Euro gesenkt. Als Gründe nannte das Unternehmen eine schwächere Nachfrage im Wohnungsneubau sowie gestiegene Energie-, Rohstoff- und Logistikkosten. Besonders betroffen von der Nachfrageschwäche waren nach Unternehmensangaben Großbritannien, die USA und Kanada.
Für das dritte Quartal 2026 erwartete Wienerberger einen Umsatz von rund 1,2–1,3 Mrd. Euro. Das operative EBITDA sollte nach damaliger Erwartung rund 170–180 Mio. Euro erreichen. Dabei handelte es sich um Erwartungen des Unternehmens, nicht um bereits veröffentlichte Quartalsergebnisse.
Kostenmaßnahmen und strategische Überprüfung
Wienerberger kündigte im Zuge der Prognosesenkung beschleunigte Kostenoptimierungen und eine strategische Überprüfung an. Auf diese Überprüfung verwies Jefferies bei seiner vorsichtigen Einschätzung ausdrücklich als kurzfristigen Schwerpunkt.
Das Unternehmen hat ein Update zur strategischen Überprüfung und zu den beschleunigten Kostenoptimierungsmaßnahmen angekündigt.
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