WillScot Aktie: Harter Rückschlag

WillScot verfehlt die Gewinnerwartungen im Q4 2025, erzielt aber höhere Umsätze. Das Unternehmen kündigt eine vorsichtige Prognose für 2026 an und zahlt eine Dividende.

Willscot Mobile Mini HoldingsA Aktie
Kurz & knapp:
  • Gewinn je Aktie unter Analystenerwartungen
  • Umsatz im Quartal übertrifft Prognose deutlich
  • Leasingerlöse schrumpfen weiter
  • Vorsichtige Umsatzprognose für 2026

WillScot Mobile Mini Holdings hat am Mittwoch die Zahlen für das vierte Quartal 2025 präsentiert – und enttäuschte dabei auf der Gewinnseite. Mit 0,29 Dollar je Aktie verfehlte das Unternehmen die Analystenerwartungen von 0,32 Dollar um drei Cent. Beim Umsatz hingegen schlug der Anbieter mobiler Raumlösungen mit 565,97 Millionen Dollar die Prognose von 547,47 Millionen Dollar deutlich.

Die Aktie notiert derzeit bei 22,15 Dollar und hat in den vergangenen zwölf Monaten einen Kursverlust von 37,2 Prozent hinnehmen müssen. In den letzten drei Monaten legte der Titel hingegen um 25,78 Prozent zu.

Leasinggeschäft schrumpft weiter

Das Kerngeschäft mit der Vermietung modularer Bürokomplexe und mobiler Büros bleibt unter Druck. Die Leasingerlöse gingen im vierten Quartal um 5,9 Prozent gegenüber dem Vorjahr auf 437 Millionen Dollar zurück. Rechnet man Abschreibungen auf länger ausstehende Forderungen heraus, betrug der Rückgang immerhin noch 1,7 Prozent.

Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei Willscot Mobile Mini HoldingsA?

Für das Gesamtjahr 2025 verbuchte WillScot einen Nettoverlust von 53 Millionen Dollar. Der Umsatz sank auf 2,28 Milliarden Dollar, während die bereinigte EBITDA-Marge auf 42,6 Prozent fiel.

Ein besonderer Belastungsfaktor war eine umfassende Netzwerkoptimierung. Der Vorstand genehmigte am 18. Dezember 2025 ein Programm zur Schließung unrentabler Standorte. Dies führte zu einer nicht-liquiden Restrukturierungsbelastung von 302 Millionen Dollar durch beschleunigte Abschreibungen auf Mietausrüstung.

Vorsichtiger Ausblick für 2026

Für das laufende Jahr stellt CEO Tim Boswell einen Umsatz von etwa 2,175 Milliarden Dollar und ein bereinigtes EBITDA von rund 900 Millionen Dollar in Aussicht. Die Prognose liegt damit deutlich unter den Vorjahreswerten und berücksichtigt einen Gegenwind von 50 Millionen Dollar im traditionellen Lagergeschäft.

Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei Willscot Mobile Mini HoldingsA?

Immerhin gibt es einige positive Signale: Die Aktivierungen im modularen Bereich stiegen im vierten Quartal um drei Prozent gegenüber dem Vorjahr. Der Auftragsbestand lag Anfang Januar über zehn Prozent über dem Vorjahresniveau – mit weiterem Wachstum seither. Besonders stark ist die Nachfrage nach großen Projekten in Industriesektoren und nach Kühllagerkapazitäten im Einzelhandel.

CFO Matt Jacobsen betonte, man erwarte eine Stabilisierung der Leasingerlöse. Möglicherweise könne das Quartalswachstum in der zweiten Jahreshälfte 2026 wieder positiv ausfallen.

Neben den Geschäftszahlen verkündete WillScot die Zahlung einer Quartalsdividende von 0,07 Dollar je Aktie. Die Ausschüttung erfolgt am 18. März 2026 an Aktionäre, die am 4. März im Register stehen.

Willscot Mobile Mini HoldingsA-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Willscot Mobile Mini HoldingsA-Analyse vom 20. Februar liefert die Antwort:

Die neusten Willscot Mobile Mini HoldingsA-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Willscot Mobile Mini HoldingsA-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 20. Februar erfahren Sie was jetzt zu tun ist.

Willscot Mobile Mini HoldingsA: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...

Diskussion zu Willscot Mobile Mini HoldingsA

Über Felix Baarz 1825 Artikel
Mit über fünfzehn Jahren Erfahrung als Wirtschaftsjournalist hat sich Felix Baarz als Experte für internationale Finanzmärkte etabliert. Seine Leidenschaft gilt den Mechanismen globaler Finanzmärkte und komplexen wirtschaftspolitischen Zusammenhängen, die er für seine Leserschaft verständlich aufbereitet.In Köln geboren und aufgewachsen, entdeckte er früh sein Interesse für Wirtschaftsthemen und internationale Entwicklungen. Nach seinem Studium startete er als Wirtschaftsredakteur bei einer renommierten deutschen Fachpublikation, bevor ihn sein Weg ins Ausland führte.Ein prägendes Kapitel seiner Karriere waren die sechs Jahre in New York, wo er direkten Einblick in die globale Finanzwelt erhielt. Die Berichterstattung von der Wall Street und über weltweite wirtschaftspolitische Entscheidungen schärfte seinen Blick für globale Zusammenhänge.Heute ist Felix Baarz als freier Journalist für führende Wirtschafts- und Finanzmedien im deutschsprachigen Raum tätig. Seine Arbeit zeichnet sich durch fundierte Recherchen und präzise Analysen aus. Er möchte nicht nur Fakten präsentieren, sondern auch deren Bedeutung erklären und seinen Lesern Orientierung bieten – sei es zu wirtschaftlichen Trends, politischen Entscheidungen oder langfristigen Veränderungen in der Finanzwelt.Zusätzlich moderiert er Diskussionen und nimmt an Expertenrunden teil, um sein Wissen einem breiteren Publikum zugänglich zu machen. Dabei liegt sein Fokus darauf, komplexe Themen informativ und inspirierend zu vermitteln. Felix Baarz versteht seine journalistische Aufgabe darin, in einer sich schnell wandelnden Welt einen klaren Blick auf wirtschaftliche Zusammenhänge zu ermöglichen und seine Leser bei fundierten Entscheidungen zu unterstützen – beruflich wie privat.