Die Aktie der NAKIKI SE, einst bekannt als windeln.de, erlebt einen historischen Absturz. Am Donnerstag fiel der Kurs um weitere 20 Prozent auf nur noch 0,20 Euro – das neue 52-Wochen-Tief.

Seit Jahresbeginn hat das Papier mehr als die Hälfte seines Wertes verloren. 56,54 Prozent Minus seit Januar. Die Marktkapitalisierung schrumpft täglich.

Das Unternehmen positioniert sich als „reines“ Bitcoin-Treasury-Unternehmen in Deutschland. Ein wesentlicher Teil der Bilanz besteht aus langfristigen Bitcoin-Beständen. Der RSI liegt bei 33,2 – tief im überverkauften Bereich. Doch Käufer bleiben aus.

Strategiewechsel ohne erkennbaren Erfolg

NAKIKI will die Bitcoin-Strategie um eine operative Säule erweitern. Im Juni prüfte der Vorstand eine Beteiligung an der ecrop GmbH. Das Unternehmen entwickelt Software für die digitale Infrastruktur von Wertpapieren und tokenisierten Vermögenswerten.

Die Gespräche sind noch früh. Weder Struktur noch Umfang der Beteiligung stehen fest.

Die Transformation zum Investment- und Infrastrukturunternehmen für digitale Assets bleibt ein langfristiges Vorhaben. Die Kombination aus Bitcoin-Beständen, Kapitalmarktexpertise und Technologie soll neue Perspektiven öffnen.

Die Aktie entfernt sich indes weiter vom 52-Wochen-Hoch bei 1,65 Euro – 87,87 Prozent liegen dazwischen. Der 200-Tage-Durchschnitt bei 0,48 Euro ist 58,79 Prozent entfernt. Die annualisierte Volatilität beträgt 126,59 Prozent.

Die Bilanz des Unternehmens hängt maßgeblich am Bitcoin-Kurs. Fällt die Kryptowährung, fällt auch NAKIKI. Steigt sie, erholt sich die Aktie nicht zwingend parallel. Das Vertrauen der Anleger scheint nachhaltig beschädigt.