Die Aktie des Cloud-Software-Anbieters Workday steht unter Druck. Der Titel ist auf 153,78 Dollar gefallen – nahe dem 52-Wochen-Tief von 156,87 Dollar. Seit Jahresbeginn verlor die Aktie mehr als 24 Prozent, über zwölf Monate summiert sich das Minus sogar auf 40 Prozent. Nun vollzieht das Unternehmen einen überraschenden Führungswechsel: Co-Gründer Aneel Bhusri kehrt mit sofortiger Wirkung als CEO zurück und löst Carl Eschenbach ab.
Eschenbach scheitert an der Wiederbelebung
Die Ablösung kommt nicht völlig überraschend. Eschenbach hatte das Ruder im Dezember 2022 als Co-CEO übernommen, nachdem er zuvor seit 2018 im Vorstand saß. Seine Mission: Workday wieder auf Wachstumskurs bringen. Doch die Erwartungen erfüllten sich nicht. Das Unternehmen hinkt laut Analysten bei Umsatzwachstum, Aktienkursentwicklung und der Entwicklung von KI-Produkten hinter Wettbewerbern zurück.
Besonders pikant: Der Zeitpunkt der Ankündigung. Erst vergangene Woche hatte Workday einen Stellenabbau von rund 400 Jobs bekanntgegeben – etwa zwei Prozent der Belegschaft. Die Restrukturierung wird das Unternehmen im vierten Quartal des Geschäftsjahres 2026 voraussichtlich 135 Millionen Dollar kosten. Dass der CEO-Wechsel nicht zusammen mit dieser Meldung kommuniziert wurde, deutet auf eine spontane Entscheidung des Vorstands hin.
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Analysten senken Kursziele drastisch
Die Wall Street reagiert verhalten auf die Personalie. Stifel kappte das Kursziel von 235 auf 175 Dollar und behält das Hold-Rating bei. Die Begründung: Das Board habe den Wechsel offenbar erst kürzlich beschlossen – ein Zeichen dafür, dass die laufenden Geschäfte nicht den Erwartungen entsprechen. Stifel rechnet damit, dass Workday die Prognose für das Geschäftsjahr 2027 unter den aktuellen Markterwartungen ansetzt.
Auch Evercore ISI wurde skeptischer und senkte das Kursziel von 300 auf 200 Dollar, trotz fortbestehendem Outperform-Rating. Die Sorge: Workday zeige Wachstumsprobleme und eine undichte Wachstumsdynamik. Nur Oppenheimer hält am optimistischeren Kursziel von 270 Dollar fest – das würde einem Aufwärtspotenzial von 75 Prozent entsprechen.
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Bhusri soll KI-Wende einleiten
Der 62-jährige Bhusri hatte Workday gemeinsam mit Dave Duffield gegründet und bereits als CEO geführt, bevor er die Rolle an Eschenbach übergab. Jetzt soll er das Unternehmen durch die KI-Transformation führen. „AI ist eine größere Transformation als SaaS – und wird die nächste Generation von Marktführern definieren“, erklärte Bhusri. Mark Hawkins, stellvertretender Vorsitzender und Lead Independent Director, bezeichnete ihn als die richtige Besetzung für diese Phase.
Eschenbach wechselt in die Rolle eines strategischen Beraters. In seiner Abschiedserklärung hob er die operative Disziplinierung, die globale Expansion und die Grundlagen im KI-Bereich hervor. Doch die Zahlen sprechen eine andere Sprache: Trotz eines Umsatzwachstums von 13 Prozent in den vergangenen zwölf Monaten blieb die Aktie deutlich hinter dem Markt zurück.
Immerhin: Die Bilanz ist solide. Workday hat mehr Cash als Schulden und eine Current Ratio von 1,83. Das KGV liegt bei 64,37. Für das vierte Quartal und das Gesamtjahr 2026 bekräftigte das Unternehmen seine Prognose – mit Ausnahme der GAAP-Betriebsmarge. Die vollständigen Zahlen werden am 24. Februar erwartet.
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