Gigantische Gewinnprognosen treffen auf einen herben Rücksetzer an der Börse. Während Analysten für Xerox ein explosives Gewinnwachstum vorhersagen, schicken Anleger die Aktie heute auf Talfahrt.

Xerox hat die Quartalsdividende für seine Vorzugsaktien der Serie A ausgezahlt. Inhaber erhielten zum 1. Juli 20,00 US-Dollar je Anteilsschein. Ende des Monats folgt die Ausschüttung für Stammaktien in Höhe von 0,025 US-Dollar.

Parallel dazu blicken Marktbeobachter optimistisch auf die künftige Ertragsentwicklung. Sie erwarten einen massiven Sprung beim Gewinn je Aktie von 0,03 auf 0,92 US-Dollar. Das entspräche einer Steigerung von fast 3.000 Prozent.

Verkaufsdruck trotz Erholungschance

Trotz dieser Aussichten verliert das Papier am Donnerstag 8,32 Prozent an Wert. Der Kurs sank auf 2,57 Euro. Damit notiert der Titel knapp 20 Prozent unter seinem Juni-Hoch.

Ein Grund für die Nervosität könnte die hohe Leerverkaufsquote sein. Aktuell sind 28,68 Prozent der frei handelbaren Aktien leerverkauft. Spekulanten wetten also verstärkt auf fallende Kurse.

Die fundamentale Lage präsentiert sich derweil stabil. Im ersten Quartal übertraf Xerox mit einem Umsatz von 1,85 Milliarden US-Dollar die Erwartungen. Der bereinigte Verlust fiel geringer aus als befürchtet.

Fokus auf das zweite Halbjahr

Für das Geschäftsjahr 2026 hält der Vorstand an seinen Zielen fest. Er peilt einen Umsatz von über 7,5 Milliarden US-Dollar an. Der freie Cashflow soll rund 250 Millionen US-Dollar erreichen.

Das Management erwartet den Großteil dieser Mittelzuflüsse in der zweiten Jahreshälfte. Ein diszipliniertes Kostenmanagement soll dabei helfen. Die Dividendenrendite liegt derzeit bei 3,19 Prozent.

Entscheidend bleibt die Umsetzung der Jahresziele im operativen Geschäft. Die nächste Dividende für Stammaktionäre wird planmäßig am 31. Juli 2026 ausgeschüttet.