An der Börse München notiert XRP nun am Sonnabend bei 1,426 Dollar. Gestern verzeichnete die Kryptowährung zum Wochenabschluss ein Plus von 2,52 % und konnte nun über die vergangenen fünf Tage ein Plus von 2,3 % vereinnahmen.

Tatsächlich aber ist XRP im Jahresverlauf noch immer schwach. Die Performance seit Jahresbeginn liegt mit -24,59 % weit im Keller. Die Stimmung ist aktuell versus der Kryptowährungen gedreht. Der Dollar wird in Kriegszeiten eher goutiert. Und dennoch scheint eine Wende möglich.

XRP: Regulatorik kann hier helfen

Der regulatorische Takt in Washington bleibt dabei der entscheidende Impuls aus Sicht derjenigen, die sich auf Expertenniveau mit der Kryptowährung beschäftigen. Im Fokus steht der CLARITY Act, dessen Behandlung im Senate Banking Committee eine zentrale Weichenstellung für Ripple ist. CEO Brad Garlinghouse sieht ein enges Zeitfenster bis zum 21. Mai, bevor der politische Prozess ins Stocken geraten könnte, wenn bis dahin nichts geschehen ist.

Ein Kompromiss vom 1. Mai bezüglich Stablecoin-Renditen soll den Weg ebnen. Die Tragweite ist für XRP konkret messbar: Eine Einstufung als digitale Ware auf Bundesebene würde laut Standard Chartered zusätzliche ETF-Zuflüsse zwischen 4 und 8 Milliarden Dollar auslösen. Dass das institutionelle Interesse bereits jetzt hoch ist, zeigen die Zahlen der XRP-Spot-ETFs, die im April rund 82 Millionen Dollar einsammelten. Die kumulierten Nettozuflüsse liegen inzwischen bei etwa 1,29 Milliarden Dollar.

Besonders Goldman Sachs unterstreicht diesen Trend: Laut dem 13F-Filing kontrollierte die Bank zuletzt rund 73 % des gesamten Top-30-ETF-Exposures in XRP.

Oder anders gesagt: Die Institutionellen warten auf die oben genannte Entscheidung. Auf die Institutionellen wiederum wird es ankommen, wenn der Aufwärtstrend wieder aufleben soll. Dies wird bei Kursen von gut 1,60 Dollar messbar der Fall sein.