XRP: Absturz auf 1,56 Dollar – Wale ziehen Milliarden ab

Der XRP-Kurs ist auf 1,56 Dollar eingebrochen, während Großanleger Token im Wert von einer halben Milliarde Dollar zu Börsen transferieren. ETF-Abflüsse und regulatorische Unsicherheit verschärfen die Abwärtsspirale.

XRP Aktie
Kurz & knapp:
  • Stärkster Tagesverlust seit Oktober 2025
  • Großinvestoren transferieren 280 Millionen Token
  • ETF-Anleger ziehen 400 Millionen Dollar ab
  • Regulatorische Ungewissheit bleibt bestehen

Der Kryptomarkt erlebt einen seiner dramatischsten Ausverkäufe. XRP ist am Samstag um 11,2% auf 1,56 Dollar eingebrochen – der stärkste Tagesverlust seit dem 10. Oktober 2025. Binnen sieben Tagen summiert sich das Minus auf 15,9%. Die Marktkapitalisierung schrumpfte auf 97,9 Milliarden Dollar und liegt damit 57,4% unter dem Allzeithoch von 3,66 Dollar vom 18. Juli 2025.

280 Millionen Token wandern an die Börsen

On-Chain-Daten liefern eine beunruhigende Erklärung: In den vergangenen 72 Stunden flossen über 280 Millionen XRP-Token von privaten Cold Wallets zu zentralen Handelsplätzen wie Binance und Coinbase. Bei aktuellen Preisen entspricht das einem Gegenwert von rund einer halben Milliarde Dollar. Solche Bewegungen gelten als verlässlicher Vorbote massiver Verkaufswellen.

„Diese Wale haben ihre XRP oft zu Bruchteilen eines Cents erworben“, erklärt Lena Schröder, Chefanalystin bei ChainIntel. „Selbst nach dem Crash erzielen sie fantastische Gewinne. Sie sichern jetzt ihre Rendite und ziehen Liquidität aus einem Markt, den sie als perspektivlos betrachten.“

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ETF-Abflüsse verschärfen den Druck

Die Kapitulation beschränkt sich nicht auf Großinvestoren. Im Januar zogen Anleger über 400 Millionen Dollar aus XRP-ETFs ab – ein klares Misstrauensvotum. Das Handelsvolumen in den vergangenen 24 Stunden belief sich auf 4,4 Milliarden Dollar, was 3,1% des gesamten Kryptomarktes ausmacht.

Charttechnisch hat der Bruch der 1,80-Dollar-Marke ein luftleeres Feld bis zur nächsten Unterstützung bei 1,50 Dollar eröffnet. Die Spanne der vergangenen Woche reichte von 1,54 bis 1,94 Dollar – ein Volatilitätsbereich, der die Nervosität der Marktteilnehmer widerspiegelt.

Regulatorische Ungewissheit bleibt bestehen

Die fundamentale Krise wird durch anhaltende Regulierungsprobleme verschärft. Die europäische Aufsichtsbehörde ESMA veröffentlichte letzte Woche neue Leitlinien, die XRP-basierte Zahlungsdienste einer zusätzlichen, langwierigen Prüfung unterwerfen. Eine globale Klarstellung des Status durch US-Behörden bleibt weiterhin aus.

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Ripple Labs scheint derweil den Fokus zu verschieben. Interne Dokumente deuten auf massive Investitionen in eine neue CBDC-Plattform hin, während CEO Brad Garlinghouse auf Konferenzen weiter die RippleNet-Technologie bewirbt. Für Beobachter ein Signal, dass das Unternehmen sein Flaggschiff-Produkt langsam abschreibt.

Gesamtmarkt unter Druck

XRP steht nicht allein. Bitcoin fiel am Samstag um 4,7% auf 78.796 Dollar, Ethereum brach um 11,4% auf 2.421 Dollar ein. Die Marktkapitalisierung aller Kryptowährungen schrumpfte, wobei Bitcoin 59,4% und Ethereum 11,1% der Gesamtbewertung ausmachten.

Die Kombination aus Wal-Migration, ETF-Abflüssen und regulatorischer Unklarheit hat XRP in eine Abwärtsspirale gezogen. Solange institutionelle Investoren ihre Bestände auf den Markt werfen, dürfte jeder Erholungsversuch von Verkaufsdruck erstickt werden. Die 1,50-Dollar-Marke rückt näher.

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Über Dieter Jaworski 1362 Artikel

Über mich: Systematisch und fundiert investieren

Als unabhängiger Finanzanalyst unterstütze ich seit 2002 private und institutionelle Anleger bei der Entwicklung nachhaltiger Finanzstrategien. Meine Leidenschaft für Finanzen und Zahlen reicht jedoch viel weiter zurück – über 40 Jahre. Diese langjährige Begeisterung, kombiniert mit über zwei Jahrzehnten professioneller Erfahrung in Aktienanalyse und Vermögensaufbau, bildet die Basis meiner Arbeit.

Mein Ziel ist es, Ihnen zu helfen, Ihre Finanzen selbstbewusst und systematisch zu steuern. Ich setze auf praxiserprobte Strategien, die auf fundierten Kennzahlen und klaren Regeln basieren – ohne Hype oder kurzfristige Spekulation.

Mein Weg: Von Siemens-Aktien zur professionellen Analyse

Meine Faszination für Finanzen begann früh. Die ersten eigenen Aktien (Siemens-Belegschaftsaktien 1980) weckten mein Interesse. Während meines Elektrotechnikstudiums vertiefte ich mich im Selbststudium in die Analyse von Aktien und Unternehmensdaten. Die Dotcom-Blase um 2000 war eine prägende Erfahrung – der Verlust von 50% des Kapitals verdeutlichte mir schmerzhaft: „Gier frisst Hirn“. Diese Lektion führte zur Entwicklung disziplinierter Strategien im Bereich Value Investing und Momentum.

Parallel zu meiner wachsenden Finanzexpertise war ich 29 Jahre bei Siemens in internationalen Positionen tätig (u.a. Netzplanung, technische Großprojekte, Vertriebsleitung). Diese Zeit verschaffte mir tiefe Einblicke in die Abläufe und Kennzahlen großer Konzerne – ein unschätzbarer Vorteil für die heutige Aktienbewertung. Ich war zudem im Research-Team eines Finanzinstituts und als Gutachter für einen Wirtschaftsverlag tätig.

Seit 2007 bin ich als unabhängiger Finanzdienstleister aktiv. Meine Analysen teile ich auch unter den Pseudonymen „Javo“ und "value-javo" auf Finanzplattformen.

Meine Expertise & Arbeitsweise: Transparenz und klare Regeln

Mein Ansatz kombiniert tiefes Fachwissen mit praktischer Erfahrung. Meine Kernkompetenzen umfassen die präzise Aktienanalyse anhand quantitativer und qualitativer Faktoren, die Entwicklung langfristiger Vermögensaufbaustrategien und diszipliniertes Risikomanagement.

Seit 2014 setze ich meine Strategie öffentlich und transparent im Wikifolio „2M – Market Momentum“ um. Dieses Portfolio fokussiert auf Aktien mit starkem Momentum, die gleichzeitig strenge fundamentale Kriterien (Marge, Verschuldung, Ertragskraft) erfüllen. Es spiegelt meine Kernprinzipien wider:

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