Nicht jede positive Entwicklung im Ripple-Ökosystem führt automatisch zu einer höheren Nachfrage nach XRP. Das Problem wird derzeit immer deutlicher. Aktuell kämpft die Kryptowährung gegen den Abwärtsmarsch. Sie konnte heute um 0,1 % zulegen und eroberte die 1 Dollar-Marke zurück. Vorläufig ist das nur ein gutes Zeichen. Tatsächlich gibt es wesentlich mehr hard facts.

XRP: Durchaus gefragt

Der Stablecoin RLUSD hat inzwischen eine Marktkapitalisierung von mehr als 1,6 Milliarden Dollar erreicht und zählt laut Quelle zu den größten regulierten Stablecoins in den USA. Ein großer Teil seines Transaktionsvolumens läuft jedoch über Ethereum statt über das XRP Ledger. Das Wachstum des Ökosystems schlägt damit bislang nur begrenzt auf den XRP-Token selbst durch.

Ähnlich gemischt fällt der Blick auf weitere Entwicklungen aus. Mit Aviva Investors ist ein großer institutioneller Fonds über Ripple-Infrastruktur auf dem XRP Ledger vertreten, während Ripple gleichzeitig an technischen Verbesserungen für Version 3.3.0 arbeitet. Nach dem Sicherheitsvorfall an einer externen Bridge, bei dem knapp 200.000 XRP betroffen waren, stieg die Blockchain-Aktivität laut Quelle in den folgenden 48 Stunden sogar um 86 %. Die Schwachstelle lag dabei ausdrücklich nicht im XRP Ledger selbst, sondern in der Verifikationslogik der externen Bridge-Software.

An der Börse spiegeln sich diese positiven Aspekte bislang jedoch kaum wider. XRP bewegt sich weiter in einem klaren Abwärtstrend. Mit dem Marsch auf 1 Dollar ist noch nicht viel gewonnen, die Unsicherheit bleibt hoch.

Am Ende warten die Märkte einfach auf die Verabschiedung des „Clarity Act“. Der entscheidet alles. Möglicherweise wird es im Herbst noch so weit sein. Die Chancen hier sind zumindest nicht vollkommen aus der Luft gegriffen, heißt es bei Analysten.