XRP: Doppelte Bewährungsprobe

Der XRP-Kurs steht vor einer doppelten Bewährungsprobe durch einen massiven Optionen-Verfall bei 1,40 US-Dollar und die finale SEC-Deadline für Spot-ETF-Anträge. Gleichzeitig schwindet die institutionelle Nachfrage.

XRP Aktie
Kurz & knapp:
  • Massiver Optionen-Verfall bei 1,40 US-Dollar
  • Erste institutionelle Kapitalabflüsse aus ETFs
  • Finale SEC-Frist für ETF-Anträge am Freitag
  • Ripple treibt Stablecoin-Nutzung in Asien voran

Am morgigen Freitag blickt der Kryptomarkt auf zwei zeitgleich eintreffende Ereignisse bei XRP. Ein ungewöhnlich konzentrierter Optionen-Verfall trifft auf die finale Frist der US-Börsenaufsicht SEC für neue Spot-ETFs. Gleichzeitig trüben erste Kapitalabflüsse aus bestehenden Fonds die Stimmung der Anleger und sorgen für Gegenwind.

Magnetwirkung bei 1,40 US-Dollar

Auf der Derivatebörse Deribit konzentrieren sich derzeit Optionen im Wert von knapp 14,6 Millionen US-Dollar auf einen einzigen Ausübungspreis von 1,40 US-Dollar. Dieser Verfallstermin am 27. März macht fast ein Viertel aller dortigen XRP-Optionen aus. Eine derart starke Bündelung auf einem Niveau signalisiert oft einen nahenden Wendepunkt im Markt.

Market Maker passen ihre Positionen zur Absicherung dynamisch an, was den Preis in Richtung dieser Marke ziehen kann. Aktuell pendelt der Kurs bei 1,39 US-Dollar und damit exakt in dieser gravitativen Zone. Käufer verteidigen die Unterstützung bei 1,38 US-Dollar, während Verkäufer Ausbrüche über 1,42 US-Dollar bisher konsequent abblocken.

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Institutionelle Anleger ziehen Kapital ab

Abseits des Terminmarktes zeigt sich ein Riss in der institutionellen Nachfrage. Nach starken Zuflüssen seit dem Start Ende 2025 verzeichneten die US-Spot-ETFs für XRP im März erstmals monatliche Nettoabflüsse von rund 30 Millionen US-Dollar. Die wöchentlichen Zuflüsse brachen von anfangs über 200 Millionen auf unter 2 Millionen US-Dollar ein.

Da rund 84 Prozent der aktuellen ETF-Gelder von Privatanlegern stammen, lässt die erhoffte breite Akzeptanz durch Großinvestoren auf sich warten. Die Bank Standard Chartered reagierte auf diese Entwicklung und senkte ihr Kursziel für 2026 drastisch von 8,00 auf 2,80 US-Dollar. Analysten der Bank verweisen auf ein kapitulationsanfälliges Umfeld durch die anhaltenden institutionellen Abflüsse.

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SEC-Frist trifft auf Asien-Expansion

Auf Unternehmensebene treibt Ripple derweil die reale Nutzung voran. In Singapur testet das Unternehmen den Einsatz seines RLUSD-Stablecoins für grenzüberschreitende Handelszahlungen. Ziel ist es, den massiven Markt der Handelsfinanzierung über den XRP Ledger zu automatisieren. Der Stablecoin hat mittlerweile eine Marktkapitalisierung von 1,5 Milliarden US-Dollar erreicht und liefert ein Argument für die fundamentale Entwicklung des Netzwerks.

Am morgigen Freitag entscheidet sich jedoch die kurzfristige Preisrichtung. Die Kombination aus dem Optionen-Verfall am 1,40-Dollar-Strike und der finalen SEC-Frist für ETF-Anträge von Schwergewichten wie BlackRock und Fidelity liefert die konkreten Auslöser für die nächste Marktphase. Etwaige Genehmigungen könnten die dringend benötigten institutionellen Zuflüsse neu entfachen.

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