Unfassbar schwach ist derzeit die Kryptowährung Ripple. Mit dem Kurs von 1,034 Dollar ist das Niveau nun nahe am totalen Absturz. 1 Dollar lauern. Charttechniker würden hier ein immenses Problem identifizieren.

Dabei ist vor allem die politische Debatte um den CLARITY Act bestimmend. Diese erleichternde Regelung für institutionelle Investoren bleibt noch immer aus. Es geht in die Sommerpause, dann wird weiter gebangt. Immerhin versucht Ripple, dem aktuellen Kursdesaster entgegenzuwirken. Die Nutzbarkeit von XRP wird ausgebaut.

Ripple baut hier aus

Konkret baut Ripple das institutionelle Umfeld des XRP Ledgers kontinuierlich aus. Beteiligungen an den Unternehmen ZILO und Licuido sollen den Einsatz tokenisierter Finanzprodukte vorantreiben. Beide Gesellschaften entwickeln Lösungen für digitale Vermögenswerte, wobei ZILO unter anderem mit State Street und Fidelity International zusammenarbeitet. Ripple-Präsidentin Monica Long sieht Banken inzwischen zunehmend in der Phase produktiver Anwendungen statt reiner Pilotprojekte.

Das wiederum ist langfristig bedeutend. Kurzfristig allerdings stehen auch noch immer Mängel in der Nutzung diesen Zahlen gegenüber. Die Netzwerkdaten sind oder werden schwächer. Der Bestand an Stablecoins auf dem XRP Ledger ging zuletzt um 13 % auf 853 Millionen US-Dollar zurück. Gleichzeitig sank die Zahl aktiver Adressen von 1,21 Millionen im Juni auf 1,02 Millionen im Juli. Positiv entwickelte sich dagegen die Zahl neuer Wallets, die innerhalb eines Tages um rund 4.300 zunahm.

Das heißt, dass das Rennen wohl eher unsicher ist. Es hängt noch sehr viel an dem CLARITY Act. Der liegt seit längerer Zeit abstimmungsbereit vor, wurde im Senat jedoch erneut nicht behandelt. Prognosemärkte sehen inzwischen nur noch eine Wahrscheinlichkeit von rund 23 bis 30 %, dass das Gesetz noch im Jahr 2026 verabschiedet wird. Gleichzeitig reduzierte Standard Chartered das Kursziel für XRP von 8,00 auf 2,80 US-Dollar und begründete diesen Schritt unter anderem mit schwächeren ETF-Zuflüssen sowie der anhaltenden Verzögerung des Gesetzgebungsverfahrens.