XRP: Infrastruktur wächst, Preis stagniert

Das XRP Ledger verzeichnet starkes Wachstum bei tokenisierten Assets und neuen Partnerschaften, doch der XRP-Kurs bleibt aufgrund struktureller Faktoren unter Druck.

XRP Aktie
Kurz & knapp:
  • Regulatorische Entscheidung zu XRP-ETFs am 27. März erwartet
  • Tokenisierte Assets auf XRPL verdoppeln sich in zwei Monaten
  • Neue institutionelle Partnerschaften mit Société Générale und Deutscher Bank
  • Starker Verkaufsdruck durch große Halter belastet den Kurs

Das XRP-Ökosystem entwickelt sich auf mehreren Ebenen gleichzeitig — regulatorisch, institutionell und technisch. Und trotzdem bewegt sich der Kurs kaum. Dieser Widerspruch ist kein Zufall, sondern hat strukturelle Gründe.

Der 27. März als regulatorischer Prüfstein

Am kommenden Freitag läuft die 240-tägige Maximalfrist der SEC ab, innerhalb derer sie über ausstehende Spot-ETF-Anträge entscheiden muss. Auf dem Tisch liegen Anträge von Grayscale, 21Shares, Bitwise, Canary Capital, WisdomTree und CoinShares. Analysten schätzen die Genehmigungswahrscheinlichkeit auf über 90 Prozent — und erwarten im Erfolgsfall Zuflüsse von bis zu 8 Milliarden Dollar aus Pensionsfonds und IRAs.

Bereits existierende XRP-ETFs konnten dieses Potenzial bislang nicht ausschöpfen. Die wöchentlichen Zuflüsse brachen von 43 Millionen Dollar Anfang Januar auf unter 2 Millionen Dollar Anfang März ein. Rund 84 Prozent der ETF-Vermögen liegen noch bei Privatanlegern, der institutionelle Anteil ist gering. Goldman Sachs fällt dabei als Ausnahme auf: Die Bank hält laut ihrer 13F-Einreichung für Q4 2025 eine Position von 153,8 Millionen Dollar in vier XRP-ETFs — mehr als die nächsten 29 institutionellen Halter zusammen.

Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei XRP?

Infrastruktur ohne Preisimpuls

Das XRP Ledger verzeichnet unterdessen bemerkenswerte Wachstumszahlen. Tokenisierte Real-World-Assets auf dem Ledger stiegen von 991 Millionen Dollar zu Jahresbeginn auf inzwischen 2,3 Milliarden Dollar — ein Zuwachs in zwei Monaten, der das gesamte Wachstum des Jahres 2025 übertrifft. XRPL belegt beim 30-Tage-RWA-Wachstum mit 15,4 Prozent Rang zwei weltweit und hat Solana, Polygon und Avalanche beim tokenisierten Gesamtwert überholt.

Im Februar kamen drei institutionelle Partnerschaften hinzu: Société Générale lancierte ihren Euro-Stablecoin auf dem Ledger, Aviva Investors kündigte eine Tokenisierungspartnerschaft mit Ripple an, und die Deutsche Bank integrierte Ripples Technologie für grenzüberschreitende Zahlungen.

Der Haken: Institutionen nutzen das Ledger für seine Infrastruktur, nicht für XRP als Anlage. Transaktionen laufen über Stablecoins wie RLUSD oder EURCV ab — XRP wird lediglich für minimale Netzwerkgebühren benötigt. Das erklärt, warum der Token-Kurs trotz wachsender Netzwerkaktivität unter Druck bleibt. Mit einem Abstand von rund 32 Prozent zum 200-Tage-Durchschnitt spiegelt der aktuelle Kurs von 1,42 Dollar diese strukturelle Schwäche wider.

Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei XRP?

Regulierung: Rahmen gesetzt, Gesetz noch offen

Am 17. März veröffentlichten SEC und CFTC gemeinsam ein Rahmenwerk, das XRP offiziell als „digitale Ware“ klassifiziert — rechtlich auf einer Stufe mit Bitcoin und Ethereum. Die seit 2020 andauernde Wertpapierdebatte ist damit faktisch beendet, die Aufsicht über XRP-Spotmärkte fällt primär an die CFTC.

Dauerhaft im Bundesrecht verankert wird diese Klassifizierung erst durch den Clarity Act. Senatorin Lummis zufolge plant der Bankenausschuss des Senats, das Gesetz in der zweiten Aprilhälfte zu behandeln. Senator Moreno warnte, falls es bis Mai nicht verabschiedet werde, könnte es 2026 nicht mehr voranschreiten.

Hinzu kommt Verkaufsdruck von großen Haltern: Seit XRPs Höchststand von 3,65 Dollar im Juli 2025 haben Wale schätzungsweise 6 Milliarden Dollar an XRP verteilt. Allein Ende Februar flossen 652 Millionen Dollar in einer einzigen Woche zu Binance — der größte wöchentliche Zufluss des Jahres. Ob neue ETF-Genehmigungen nach dem 27. März und ein möglicher Clarity Act die Zuflüsse wieder beleben können, wird sich in den kommenden Wochen zeigen — konkrete Antworten liefern der SEC-Bescheid am Freitag und die Senatsabstimmung im April.

XRP: Kaufen oder verkaufen?! Neue XRP-Analyse vom 24. März liefert die Antwort:

Die neusten XRP-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für XRP-Investoren. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 24. März erfahren Sie was jetzt zu tun ist.

XRP: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...

Diskussion zu XRP

XRP Jahresrendite