Die jüngste Kursbewegung von XRP am ersten Weihnachtstag fügt sich nahtlos in ein Bild anhaltender Schwäche ein. Mit einem leichten Gewinn von rund 0,4 % am heutigen Donnerstag-Freitagwechsel notiert die Kryptowährung derzeit bei etwa 1,84 US-Dollar. Diese Veränderung mag unscheinbar wirken, sie bestätigt jedoch die Richtung der vergangenen Wochen. Käufer treten kaum entschlossen auf, während jede kleine Erholung rasch wieder abverkauft wird. Die Notierungen waren gestern um -1,6 % gesunken. Sie befinden sich im Grunde auf Talfahrt.
Aus Sicht der technischen Analyse ist die Situation eindeutig. Der Markt hat mehrere relevante Schwellen nach unten durchbrochen, ohne dass sich nennenswerte Gegenkräfte aufgebaut hätten. In solchen Phasen richten sich die Blicke zwangsläufig auf tiefere Kursbereiche. Die Region um 1,50 US-Dollar wird zunehmend als mögliches nächstes Ziel genannt, sollte der Verkaufsdruck anhalten. Entscheidend ist dabei weniger die exakte Zahl als die Tatsache, dass oberhalb dieses Bereichs kaum stabile Haltezonen vorhanden sind.
XRP: Es gelingt einfach nicht!
Diese Entwicklung wirkt umso irritierender, da sich die strukturellen Voraussetzungen für XRP zuletzt eher verbessert haben. Mehrere Faktoren hätten grundsätzlich geeignet sein können, das Vertrauen der Marktteilnehmer zu stützen. Stattdessen zeigt sich der Kurs davon unbeeindruckt.
Ein zentrales Thema ist die Einführung von ETFs auf XRP. Diese Produkte erreichten nach Schätzungen ein Volumen von etwa einer Milliarde US-Dollar. Die Mittel wurden genutzt, um Token zu erwerben, was objektiv eine zusätzliche Nachfrage darstellt. Unter normalen Umständen hätte ein solcher Kapitalzufluss zumindest temporär für Auftrieb gesorgt. In der aktuellen Marktphase verpufft dieser Effekt vollständig.
Parallel dazu kam es zu einer regulatorischen Entwicklung, die langfristig als positiv bewertet wird. Ripple erhielt eine vorläufige Zulassung für den Betrieb einer Kryptobank. Dieser Schritt stärkt die institutionelle Verankerung und signalisiert regulatorische Akzeptanz. Obwohl das Bankgeschäft noch nicht gestartet ist, hätte allein diese Perspektive in früheren Marktumfeldern für Vorschussreaktionen gesorgt. Auch hier blieb der Kurs nahezu regungslos. Also gilt: Warten, warten, warten.
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