XRP: Rutsch unter 1,30 Dollar nach Golf-Eskalation

Geopolitische Eskalation drückt XRP unter die 1,30-Dollar-Marke. Massive Long-Liquidationen und Whale-Verkäufe verstärken den Abwärtstrend.

XRP Aktie
Kurz & knapp:
  • XRP fällt unter wichtige Unterstützung
  • Fast 1 Milliarde Dollar an Liquidationen
  • Großanleger verkaufen 64 Millionen Token
  • Netzwerkaktivität steigt trotz Kursverlusten

XRP gerät in einen geopolitischen Sog. Die Eskalation zwischen den USA und Iran drückt Risikoanlagen, im Kryptomarkt wurden Long-Positionen reihenweise aus dem Markt gespült. Besonders heikel: XRP rutschte unter die Marke von 1,30 Dollar, die zuletzt als wichtige kurzfristige Stütze galt.

Long-Trader werden hart erwischt

Der Auslöser liegt nicht allein im Chart. Berichte über US-Militärschläge gegen iranische Einrichtungen nahe der Straße von Hormus lösten breite Risikoaversion aus. Im Kryptomarkt summierten sich die Liquidationen binnen 24 Stunden auf fast 1 Milliarde Dollar, rund 93 Prozent davon entfielen auf Long-Positionen.

XRP fiel intraday bis auf 1,265 Dollar und markierte damit den tiefsten Stand seit Februar. Aktuell notiert der Token bei 1,30 Dollar, ein Minus von 2,10 Prozent am Tag. Auf Sicht von sieben Tagen steht ein Rückgang von 4,76 Prozent zu Buche.

Der Bruch der Unterstützung verschärft die Lage technisch. Die Marktkapitalisierung fiel unter 80 Milliarden Dollar und lag zuletzt bei rund 79,7 Milliarden Dollar. Spot-XRP-ETFs verzeichneten in dieser Phase keine Nettozuflüsse, was die Zurückhaltung institutioneller Käufer unterstreicht.

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Whale-Verkäufe verschärfen den Druck

Auffällig war die Aktivität großer Adressen. Innerhalb einer Stunde wurden rund 64 Millionen XRP verkauft. In dieser Phase rutschte der Preis von 1,3267 auf 1,2931 Dollar.

Das Handelsvolumen sprang daraufhin um 42,7 Prozent auf 2,45 Milliarden Dollar. Das spricht nicht nur für nervöse Marktteilnehmer, sondern auch für eine schnelle Neubewertung kurzfristiger Risiken. Kein Wunder, dass der Markt auf solche Bewegungen empfindlich reagiert.

Im größeren Bild bleibt XRP angeschlagen. Seit Jahresbeginn liegt der Token 30,73 Prozent im Minus, über zwölf Monate beträgt der Rückgang 43,93 Prozent. Der Abstand zum 200-Tage-Durchschnitt von 1,67 Dollar liegt bei 22,12 Prozent.

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Netzwerk wächst trotz Kursstress

Abseits des Preises liefert das XRP-Ledger ein anderes Signal. Die Aktivität im Netzwerk stieg am 28. Mai um 30 Prozent. Das zeigt: Die Nutzung bricht nicht ein, obwohl der Marktpreis unter Druck steht.

Auch der Bereich tokenisierter Real-World-Assets wächst weiter. Das RWA-Volumen auf dem XRP-Ledger stieg im laufenden Jahr auf mehr als 404 Millionen Dollar, ein Plus von 78 Prozent seit Jahresanfang. Das gesamte RWA-Ökosystem auf dem Ledger erreichte ein Rekordniveau von 3,53 Milliarden Dollar.

Ripple treibt parallel den Stablecoin RLUSD voran. Dessen Gesamtangebot überstieg zuletzt 1,8 Milliarden Dollar. Für das Ökosystem ist das wichtig, weil Stablecoins eine zentrale Rolle bei Abwicklung, Liquidität und institutioneller Nutzung spielen können.

Kurzfristig bleibt die Marke von 1,30 Dollar der zentrale Bereich. Gelingt keine schnelle Rückeroberung, rückt die nächste größere Unterstützung bei 1,10 Dollar näher. Stabilisiert sich XRP dagegen oberhalb der gebrochenen Zone, würde der jüngste Ausverkauf zumindest technisch an Schärfe verlieren.

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Über Felix Baarz 4803 Artikel
Mit über fünfzehn Jahren Erfahrung als Wirtschaftsjournalist hat sich Felix Baarz als Experte für internationale Finanzmärkte etabliert. Seine Leidenschaft gilt den Mechanismen globaler Finanzmärkte und komplexen wirtschaftspolitischen Zusammenhängen, die er für seine Leserschaft verständlich aufbereitet.In Köln geboren und aufgewachsen, entdeckte er früh sein Interesse für Wirtschaftsthemen und internationale Entwicklungen. Nach seinem Studium startete er als Wirtschaftsredakteur bei einer renommierten deutschen Fachpublikation, bevor ihn sein Weg ins Ausland führte.Ein prägendes Kapitel seiner Karriere waren die sechs Jahre in New York, wo er direkten Einblick in die globale Finanzwelt erhielt. Die Berichterstattung von der Wall Street und über weltweite wirtschaftspolitische Entscheidungen schärfte seinen Blick für globale Zusammenhänge.Heute ist Felix Baarz als freier Journalist für führende Wirtschafts- und Finanzmedien im deutschsprachigen Raum tätig. Seine Arbeit zeichnet sich durch fundierte Recherchen und präzise Analysen aus. Er möchte nicht nur Fakten präsentieren, sondern auch deren Bedeutung erklären und seinen Lesern Orientierung bieten – sei es zu wirtschaftlichen Trends, politischen Entscheidungen oder langfristigen Veränderungen in der Finanzwelt.Zusätzlich moderiert er Diskussionen und nimmt an Expertenrunden teil, um sein Wissen einem breiteren Publikum zugänglich zu machen. Dabei liegt sein Fokus darauf, komplexe Themen informativ und inspirierend zu vermitteln. Felix Baarz versteht seine journalistische Aufgabe darin, in einer sich schnell wandelnden Welt einen klaren Blick auf wirtschaftliche Zusammenhänge zu ermöglichen und seine Leser bei fundierten Entscheidungen zu unterstützen – beruflich wie privat.