XRP: Saisonalität gegen Strukturschwäche

Der XRP-Token startet mit sechs negativen Monaten und ETF-Abflüssen in den historisch stärksten Monat. Die Richtung hängt von einer Schlüsselabstimmung im US-Senat über das CLARITY-Gesetz ab.

XRP Aktie
Kurz & knapp:
  • Sechs aufeinanderfolgende Monate mit Kursverlusten
  • Erstmals Nettoabflüsse bei Spot-XRP-ETFs
  • Entscheidung über CLARITY Act im US-Senat steht an
  • Starke On-Chain-Akkumulation trotz schwacher Preisentwicklung

XRP startet mit einem Widerspruch in den April: Historisch ist es der stärkste Monat für den Token — gleichzeitig häufen sich die Warnsignale. Sechs negative Monate in Folge, erste ETF-Abflüsse und eine Schlüsselabstimmung im US-Senat machen das zweite Quartal zur Richtungsentscheidung.

Sechs Monate Abwärtsdruck

Seit dem Hoch bei 3,65 US-Dollar im Juli 2025 hat XRP die Marken von 3,00, 2,00 und 1,50 US-Dollar nacheinander unterschritten — ohne einen einzigen Monat mit positivem Schlusskurs. Ein Death Cross auf dem 3-Tages-Chart und ein Rückgang des Open Interest um 26 Prozent zwischen dem 17. und 23. März unterstreichen die anhaltende Schwäche.

Besonders auffällig: Spot-XRP-ETFs verzeichneten im März erstmals seit ihrem Start im November 2025 Nettoabflüsse. Über alle Fonds hinweg flossen mehr als 31 Millionen US-Dollar ab. Die wöchentlichen Zuflüsse, die in den ersten 50 Handelstagen noch bei 1,3 Milliarden US-Dollar lagen, waren bis Anfang März auf unter 2 Millionen US-Dollar gesunken.

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Alles hängt am CLARITY Act

Der Digital Asset Market Clarity Act ist das zentrale Gesetz, das XRPs regulatorische Zukunft bestimmt. Das Repräsentantenhaus stimmte im Juli 2025 mit 294 zu 134 Stimmen dafür — seitdem stockt das Gesetz im Senat, blockiert durch einen Streit über Stablecoin-Renditen zwischen Kryptoindustrie und Bankenlobby.

Am 20. März einigten sich die Senatoren Tom Tillis und Angela Alsobrooks parteiübergreifend auf eine grundsätzliche Lösung dieses Konflikts. Der Senat kehrt am 13. April aus der Osterpause zurück; eine Anhörung im Bankenausschuss ist für die zweite Aprilhälfte angesetzt. Würde das Gesetz verabschiedet, wäre XRP formal als digitale Ware unter Bundesrecht klassifiziert — auf gleicher Stufe mit Bitcoin und Ethereum. Das würde das regulatorische Haupthindernis beseitigen, das Banken und Vermögensverwalter bisher von einer Integration abhält.

Reicht die Zeit? Senator Moreno hat gewarnt, dass das Gesetz für 2026 scheitert, wenn es nicht bis Mitte des Jahres vorankommt. Zudem verlor das Gesetz mit dem Abgang von Crypto Czar David Sacks am 26. März seinen einflussreichsten Fürsprecher im Weißen Haus.

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Unternehmensgewinn, Token-Verlust

Ripple meldete Ende März ein Rekordquartal — während XRP gleichzeitig rund 10 Prozent verlor. Der Grund liegt in der Nutzungsstruktur: Banken wie Deutsche Bank und Société Générale, die Ripples Infrastruktur 2026 übernommen haben, wickeln bisher in RLUSD und Fiat ab, nicht über XRP als Brückenwährung. Das Netzwerk wächst, der Token profitiert davon bislang nicht direkt.

On-Chain zeigen sich gleichzeitig Zeichen der Akkumulation: Im Februar verließen 7,03 Milliarden XRP die Börsen — der größte jemals verzeichnete Abfluss. Mittelgroße Investoren transferieren Coins in private Wallets. Trotzdem decken Verkäufer jede Erholung ab; nachhaltige Kursgewinne über 1,35 US-Dollar blieben aus.

Historisch liefert der April für XRP eine durchschnittliche Rendite von 24,8 Prozent — der Median liegt allerdings bei nur 2 Prozent. Wenige außergewöhnliche Jahre verzerren den Schnitt erheblich. Ob April 2026 zu den Ausreißern zählt, entscheidet sich maßgeblich in den Sitzungswochen des US-Senats nach dem 13. April.

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