Zehnder Aktie: Lüftung rettet das Jahr

Zehnder steigert 2025 den Umsatz um 8 Prozent, getrieben von starkem Lüftungsgeschäft. Das Heizkörpersegment bleibt jedoch ein Sorgenkind und drückt auf die Aktienkursentwicklung.

Zehnder Aktie
Kurz & knapp:
  • Lüftungsgeschäft wächst um 18 Prozent auf 500 Millionen Euro
  • Heizkörperumsatz bricht um 8 Prozent ein
  • Neue Bauvorschriften treiben Nachfrage nach Lüftung
  • Margenprognose bleibt bei etwa 8,5 Prozent EBIT

Die Zahlen für 2025 sind da – und sie offenbaren ein gespaltenes Bild. Der Umsatz kletterte um 8 Prozent auf 760,7 Millionen Euro. Doch die Aktie reagierte am Freitag mit einem Minus von rund 4 Prozent. Was steckt dahinter?

Die Antwort liegt in der Struktur des Wachstums. Während das Lüftungsgeschäft regelrecht explodierte, kämpft das Heizkörpersegment weiter mit erheblichen Gegenwind. Der Umsatz mit Lüftungstechnik schoss um 18 Prozent nach oben und erreichte erstmals die Marke von 500 Millionen Euro. Damit macht Lüftung nun 66 Prozent des Gesamtumsatzes aus – im Vorjahr waren es noch 60 Prozent.

Neue Bauvorschriften beflügeln Geschäft

Was treibt diese Entwicklung an? In erster Linie neue Bauvorschriften, besonders im Vereinigten Königreich. Dort explodierten die Verkaufszahlen regelrecht, ebenso in den Niederlanden und Polen. Das organische Wachstum im zweiten Halbjahr lag bei starken 14 Prozent – deutlich über den Markterwartungen. Auch die Übernahme von Siber in Spanien im Juli 2024 zahlte sich aus und steuerte rund 5 Prozentpunkte zum Wachstum bei.

Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei Zehnder?

Die Analysten von Kepler Cheuvreux zeigten sich positiv überrascht: Die Lüftungsumsätze im zweiten Halbjahr übertrafen die Prognosen um etwa 7 Prozent. Alle drei Sparten – Raumlüftungen, Wärmetauscher und industrielle Luftreinigungslösungen – leisteten ihren Beitrag.

Heizkörper bleiben Sorgenkind

Die andere Seite der Medaille? Das Heizkörpergeschäft stürzte um 8 Prozent ab auf nur noch 259 Millionen Euro. Besonders Deutschland und Frankreich bereiten Kopfzerbrechen. Die Renovierungstätigkeit bleibt schwach, Kunden weichen auf günstigere Modelle aus. Das zweite Halbjahr verfehlte die Erwartungen klar – der Umsatz sank organisch um 7 Prozent.

Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei Zehnder?

In Nordamerika hielt sich das Segment zumindest stabil, doch in Asien-Pazifik brach der Umsatz dramatisch um 38 Prozent ein. Der chinesische Immobilienmarkt bleibt ein massives Problem, die hohen Leerstände bei Wohneinheiten drücken die Nachfrage.

Margen bleiben unter Beobachtung

Zehnder äußerte sich nicht zu einer aktualisierten Margenprognose. Die Analysten interpretieren das als Bestätigung der bisherigen Erwartung: Die bereinigte EBIT-Marge dürfte bei etwa 8,5 Prozent liegen – dem Niveau der ersten sechs Monate. Einen Ausblick auf 2026 gibt das Management traditionell erst im Februar mit dem vollständigen Jahresabschluss.

Die Gewinnerwartungen könnten dennoch steigen. Kepler Cheuvreux rechnet mit einem Plus von 4 bis 6 Prozent bei den Konsensschätzungen für den Gewinn je Aktie. Der Titel steht am Freitag bei leichten Verlusten – offenbar hatten Anleger auf mehr gehofft.

Zehnder-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Zehnder-Analyse vom 9. Februar liefert die Antwort:

Die neusten Zehnder-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Zehnder-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 9. Februar erfahren Sie was jetzt zu tun ist.

Zehnder: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...

Diskussion zu Zehnder

Zehnder Jahresrendite