ZF: Trendanalysen präsentieren

Der Autozulieferer ZF meldet einen deutlich besseren operativen Cashflow und eine höhere Marge, muss jedoch das Jahresergebnis 2025 durch eine massive Einmalbelastung in der E-Mobilitätssparte korrigieren.

ZF Aktie
Kurz & knapp:
  • Free Cashflow übertrifft Prognose deutlich
  • Einmalbelastung von bis zu 1,7 Milliarden Euro
  • Restrukturierung bei Elektroantriebsprojekten
  • Endgültige Zahlen werden im März 2026 vorgelegt

Der Autozulieferer ZF Friedrichshafen überrascht mit einer gemischten Botschaft: Operativ läuft es deutlich besser als geplant – doch eine massive Abschreibung wird das Jahresergebnis 2025 ins Minus drücken. Was steckt hinter dieser widersprüchlichen Entwicklung?

Die Zahlen: Cashflow glänzt, Bilanz blutet

Die vorläufigen Zahlen für 2025 zeigen eine gespaltene Realität. Der bereinigte Free Cashflow wird mit über 1 Milliarde Euro mehr als doppelt so hoch ausfallen wie ursprünglich prognostiziert (>500 Millionen Euro). Auch die bereinigte EBIT-Marge übertrifft mit deutlich über 4,0 Prozent klar den Prognosekorridor von 3-4 Prozent. Die Nettoverschuldung verbessert sich leicht gegenüber dem Vorjahr.

Doch dann der Schock: Eine Einmalbelastung zwischen 1,5 und 1,7 Milliarden Euro wird das Jahresergebnis in die roten Zahlen treiben. Verantwortlich dafür ist die Restrukturierung in der Division Elektrifizierte Antriebstechnologien.

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Elektro-Sparte: Roter Stift bei unprofitablen Projekten

Der Konzern hat sich mit mehreren Kunden auf die vorzeitige Beendigung nicht profitabler E-Mobilitätsprojekte verständigt. Ein radikaler Schritt, der kurzfristig schmerzt, aber langfristig entlasten soll. Die operative Performance der E-Antriebssparte hat sich trotz der Abschreibungen signifikant verbessert und liegt im Plan des Restrukturierungsprogramms.

Der Technologiekonzern mit 161.600 Mitarbeitern weltweit und einem Umsatz von 41,4 Milliarden Euro (2024) zieht damit offenbar die Konsequenzen aus überhasteten Elektrifizierungsprojekten. Die endgültigen testierten Zahlen werden am 19. März 2026 im Rahmen der Bilanzpressekonferenz vorgelegt.

Für Anleger dürfte entscheidend sein: Lässt sich die operative Stärke auch ohne die belastenden Altlasten fortsetzen?

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Über Dieter Jaworski 1295 Artikel

Über mich: Systematisch und fundiert investieren

Als unabhängiger Finanzanalyst unterstütze ich seit 2002 private und institutionelle Anleger bei der Entwicklung nachhaltiger Finanzstrategien. Meine Leidenschaft für Finanzen und Zahlen reicht jedoch viel weiter zurück – über 40 Jahre. Diese langjährige Begeisterung, kombiniert mit über zwei Jahrzehnten professioneller Erfahrung in Aktienanalyse und Vermögensaufbau, bildet die Basis meiner Arbeit.

Mein Ziel ist es, Ihnen zu helfen, Ihre Finanzen selbstbewusst und systematisch zu steuern. Ich setze auf praxiserprobte Strategien, die auf fundierten Kennzahlen und klaren Regeln basieren – ohne Hype oder kurzfristige Spekulation.

Mein Weg: Von Siemens-Aktien zur professionellen Analyse

Meine Faszination für Finanzen begann früh. Die ersten eigenen Aktien (Siemens-Belegschaftsaktien 1980) weckten mein Interesse. Während meines Elektrotechnikstudiums vertiefte ich mich im Selbststudium in die Analyse von Aktien und Unternehmensdaten. Die Dotcom-Blase um 2000 war eine prägende Erfahrung – der Verlust von 50% des Kapitals verdeutlichte mir schmerzhaft: „Gier frisst Hirn“. Diese Lektion führte zur Entwicklung disziplinierter Strategien im Bereich Value Investing und Momentum.

Parallel zu meiner wachsenden Finanzexpertise war ich 29 Jahre bei Siemens in internationalen Positionen tätig (u.a. Netzplanung, technische Großprojekte, Vertriebsleitung). Diese Zeit verschaffte mir tiefe Einblicke in die Abläufe und Kennzahlen großer Konzerne – ein unschätzbarer Vorteil für die heutige Aktienbewertung. Ich war zudem im Research-Team eines Finanzinstituts und als Gutachter für einen Wirtschaftsverlag tätig.

Seit 2007 bin ich als unabhängiger Finanzdienstleister aktiv. Meine Analysen teile ich auch unter den Pseudonymen „Javo“ und "value-javo" auf Finanzplattformen.

Meine Expertise & Arbeitsweise: Transparenz und klare Regeln

Mein Ansatz kombiniert tiefes Fachwissen mit praktischer Erfahrung. Meine Kernkompetenzen umfassen die präzise Aktienanalyse anhand quantitativer und qualitativer Faktoren, die Entwicklung langfristiger Vermögensaufbaustrategien und diszipliniertes Risikomanagement.

Seit 2014 setze ich meine Strategie öffentlich und transparent im Wikifolio „2M – Market Momentum“ um. Dieses Portfolio fokussiert auf Aktien mit starkem Momentum, die gleichzeitig strenge fundamentale Kriterien (Marge, Verschuldung, Ertragskraft) erfüllen. Es spiegelt meine Kernprinzipien wider:

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