Zoetis plant für 2027 vorsichtig und unterstellt keine Verbesserung bei den Ausgaben der Tierhalter oder im Wettbewerb. Reuters zufolge belastete dieser Ausblick am Donnerstag die Aktie trotz besser als erwarteter Quartalsergebnisse und einer höheren bereinigten Gewinnprognose. Am Freitag setzte das Papier seinen Rückgang fort und verlor 2,7%.

Tierarztkosten belasten die Nachfrage

Reuters nennt steigende Tierarztkosten, weniger beziehungsweise aufgeschobene Praxisbesuche und einen intensiveren Wettbewerb im Heimtiergeschäft als Gründe für die zurückhaltende Planung. Das Management will für das kommende Jahr weder eine Erholung der Ausgabenbereitschaft noch eine Entspannung der Konkurrenzsituation voraussetzen.

Medienberichten zufolge sorgten am Freitag zudem Margendruck und schwächere Verkäufe im Heimtier- und Dermatologiegeschäft für Verkaufsdruck. Dass der bereinigte Quartalsgewinn je Aktie die Erwartungen übertraf, konnte diese Bedenken demnach nicht ausgleichen.

US-Geschäft und Ergebnis entwickeln sich unterschiedlich

Bei den am Donnerstag veröffentlichten Zahlen zum dritten Quartal 2026 meldete Zoetis einen Umsatz von 2,4 Milliarden $. Das entsprach einem Rückgang um 1%. Das Unternehmen verwies auf eine konjunkturell bedingte Preissensibilität sowie Konkurrenz bei Dermatologieprodukten und durch Generika.

Im US-Segment sank der Umsatz um 6%, im dortigen Heimtiergeschäft um 8%. Der Nettogewinn des Konzerns belief sich auf 591 Millionen $.

Damit lag der Nettogewinn um 18% unter dem Vorjahreswert. Der bereinigte verwässerte Gewinn je Aktie stieg dagegen um 3% auf 1,75 $.

Für das Gesamtjahr 2026 engte Zoetis die Umsatzprognose auf 9,220 bis 9,320 Milliarden $ ein.

Zugleich hob das Unternehmen die Prognose für den bereinigten verwässerten Gewinn je Aktie auf 6,25 bis 6,35 $ an.