Zoetis bekommt Druck von einer Stelle, die lange als verlässlich galt: dem US-Haustiergeschäft. Nach dem jüngsten Quartal senken große Banken ihre Kursziele. Der Markt preist bereits viel Skepsis ein.
Die Aktie notiert bei 68,70 Euro und legt heute 1,15 Prozent zu. Über 30 Tage steht trotzdem ein Minus von 34,01 Prozent in den Büchern.
Banken kappen Kursziele
Citigroup hält zwar am Kaufurteil fest, senkte das Kursziel aber von 145 auf 112 Dollar. Morgan Stanley bleibt bei „Overweight“ und nennt 115 Dollar als Ziel.
Die Kürzungen treffen einen wunden Punkt. Zoetis meldete für das erste Quartal einen Umsatz von 2,3 Milliarden Dollar und verfehlte damit die Erwartungen. Besonders schwer wiegt der Rückgang im US-Geschäft mit Haustieren.
Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei Zoetis?
Dort sanken die Erlöse um 11 Prozent. Das Segment galt lange als robust, weil Tierhalter bei Medikamenten und Behandlungen selten stark sparen. Genau diese Annahme steht nun stärker zur Debatte.
Auch der Chart zeigt, wie hart die Neubewertung ausfällt. Seit Jahresanfang hat die Aktie 36,07 Prozent verloren. Auf Sicht von zwölf Monaten summiert sich das Minus auf 52,65 Prozent.
FDA-Zulassung stützt Spezialgeschäft
Operativ setzt Zoetis nicht nur auf Haustiere. Die US-Arzneimittelbehörde FDA erteilte eine Notfallzulassung für die Doramectin-Injektion Dectomax beziehungsweise Dectomax-CA1.
Das Mittel richtet sich gegen Befall durch den Neuwelt-Schraubenwurm. Die Zulassung umfasst Milchkühe, Schweine, Pferde, Schafe und Hirsche. Damit stärkt Zoetis sein Nutztiergeschäft in einer akuten Seuchenlage.
Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei Zoetis?
Parallel dazu erhielt der Konzern eine bedingte Genehmigung für eine kleinere Flaschengröße. Die neue Variante fasst 100 Milliliter und ergänzt die größeren Packungen. Tierärzte und Produzenten bekommen damit mehr Spielraum bei der Dosierung.
Für die Aktie löst das aber noch nicht das Hauptproblem. Der Markt schaut stärker auf die Frage, wie schnell das Kerngeschäft in den USA wieder Tritt fasst. Kein Wunder, dass Anleger nervös reagieren.
Prognose bleibt der Maßstab
Zoetis rechnet für 2026 nun mit einem Umsatz von 9,68 bis 9,96 Milliarden Dollar. Beim bereinigten Gewinn je Aktie liegt die Spanne bei 6,85 bis 7,00 Dollar.
Trotz der Zielsenkungen bleibt das Analystenbild nicht einseitig negativ. Der Konsens von 18 Experten liegt weiter bei „Moderate Buy“. Als möglicher Hebel gilt die Integration der Neogen-Tiergenomik, die in der zweiten Jahreshälfte abgeschlossen werden soll.
Wichtig bleibt auch die Pipeline bei monoklonalen Antikörpern gegen chronische Haustierleiden. Sie könnte helfen, Preisdruck im US-Veterinärmarkt abzufedern. Der nächste konkrete Prüfpunkt kommt im August mit den Zahlen zum zweiten Quartal.
Zoetis-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Zoetis-Analyse vom 20. Mai liefert die Antwort:
Die neusten Zoetis-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Zoetis-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 20. Mai erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
Zoetis: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...

