Kurz vor der Veröffentlichung der Ergebnisse zum vierten Quartal am 3. September rückt das Wertpapier des Cybersecurity-Spezialisten Zscaler verstärkt in den Fokus der Anleger. Führende Analystenhäuser haben ihre Erwartungen nach oben geschraubt und trauen dem Unternehmen deutliche Zuwächse zu. Am gestrigen Freitag legte die Aktie im Handel um 3,7 % zu und schloss bei einem Kurs von 155,46 €.

KeyBanc sieht deutliches Aufwärtspotenzial

Analyst Eric Heath von KeyBanc erhöhte das Kursziel für Zscaler von zuvor 185 US-Dollar auf nun 210 US-Dollar. Die Einstufung beließ er auf „Overweight“. Damit attestiert das Analysehaus dem Titel ein potenzielles Plus von rund 17 %. Als Grund nennt Heath stabile Rückmeldungen aus den Vertriebskanälen, auch wenn das qualitative Feedback teilweise gemischt ausgefallen sei.

Neben KeyBanc zeigten sich weitere Experten optimistisch. Mizuho bestätigte eine Kaufempfehlung mit einem Ziel von ebenfalls 210 US-Dollar, während die Analysten von Cantor Fitzgerald mit einem Zielwert von 225 US-Dollar noch optimistischer sind.

Zscaler profitiert dabei von einer im Branchenvergleich attraktiven Bewertung. Das Unternehmen wird derzeit mit dem 6,6-fachen seines Umsatzes bewertet, während vergleichbare Firmen der Branche auf ein Multiple von 10,7 kommen.

Vertrauen durch Großinvestoren und starke Quartalszahlen

Unterstützung erhält der Wert zudem durch die jüngsten Aktivitäten großer institutioneller Investoren. Im zweiten Quartal 2026 bauten namhafte Adressen ihre Positionen massiv aus. So erwarb BlackRock knapp 9,9 Millionen Aktien und hält damit nun rund 6,12 % der Anteile an dem Cloud-Sicherheitsspezialisten. Auch die Deutsche Bank stieg mit einer neuen Position von über 382.000 Anteilen ein.

Diese Investitionen untermauern das Vertrauen in die langfristige Strategie, nachdem Zscaler bereits im dritten Quartal mit einem bereinigten Gewinn je Aktie von 1,08 US-Dollar die Erwartungen übertroffen hatte. Der Umsatz stieg in diesem Zeitraum im Vergleich zum Vorjahr um 25,4 % auf 850,48 Millionen US-Dollar.

Zwar wies das Unternehmen nach GAAP-Standard einen Nettoverlust von 13,88 Millionen US-Dollar aus, dieser fiel jedoch wesentlich geringer aus als der Fehlbetrag des Vorjahresquartals. Die positive Grundstimmung knüpft an die Einstufung als Leader durch das Analysehaus Gartner an, die vor gut drei Wochen bereits für ein Kursplus von etwa 10,1 % gesorgt hatte.

Spannung vor den kommenden Terminen

Anleger blicken nun gespannt auf den 3. September, wenn Zscaler das vollständige Ergebnis für das vierte Quartal vorlegen wird. Der Marktkonsens erwartet beim Gewinn je Aktie einen Wert zwischen 1,08 und 1,09 US-Dollar. Für das gesamte Geschäftsjahr 2026 prognostiziert das Management derzeit einen Gewinn je Aktie in der Spanne von 4,10 bis 4,11 US-Dollar.

Sollten die Zahlen die Erwartungen bestätigen, könnte dies den Boden für den im Oktober geplanten Analystentag bereiten. Dort werden weitere Details zur künftigen Ausrichtung und zur Integration neuer Technologien erwartet. Trotz des jüngsten Aufwärtstrends bleibt die Aktie jedoch volatil. Seit Jahresbeginn verzeichnet das Papier ein Minus von 20 %, was nach Ansicht von Marktbeobachtern Raum für eine weitere Erholung lässt.