3i Group stemmt sich mit massiven Aktienrückkäufen gegen den anhaltenden Kursverfall. Der britische Beteiligungsriese nutzt seine hohen Cash-Reserven, um das eigene Kapital zu straffen. Parallel dazu klafft eine Lücke zwischen operativer Stärke und der schwachen Performance an der Börse.

Millionen für die Kurspflege

Das laufende Rückkaufprogramm erreicht die nächste Stufe. Bisher hat das Unternehmen über 3,6 Millionen eigene Aktien erworben und vernichtet. Dafür flossen rund 80 Millionen Pfund aus der Kasse.

Das Vorhaben ist Teil einer größeren Strategie. Bis Ende 2026 will 3i Group insgesamt 750 Millionen Pfund in eigene Anteile investieren. Damit reagiert das Management auf die deutliche Unterbewertung gegenüber dem Substanzwert.

Starke Zahlen, schwache Kurse

Operativ blickt der Konzern auf ein erfolgreiches Geschäftsjahr zurück. Die Gesamtrendite belief sich auf 5,3 Milliarden Pfund. Das entspricht einem Plus von 22 Prozent auf das eingesetzte Kapital.

Besonders die Beteiligung am Discounter Action sowie das Infrastrukturgeschäft lieferten hohe Beiträge. Der Nettoinventarwert (NAV) kletterte bis Ende März auf 3.030 Pence je Aktie. Trotz dieser Fundamentaldaten verlor das Papier im vergangenen Jahr fast die Hälfte an Wert.

Die Aktionäre profitieren zusätzlich von einer attraktiven Ausschüttung. Neben den Rückkäufen schlägt der Vorstand eine Gesamtdividende von 84,5 Pence vor. Die Auszahlung der zweiten Tranche erfolgt voraussichtlich im Juli.

Der aktuelle Kurs von 25,57 Euro liegt deutlich unter dem 200-Tage-Durchschnitt von 38,06 Euro. Die technische Lage bleibt damit vorerst angespannt.

Im Oktober 2025 notierte das Papier noch bei 52,00 Euro. Das Management setzt nun alles auf die Karte der Kapitalrückführung, um den Abwärtstrend oberhalb des Jahrestiefs von 21,65 Euro zu stoppen.