Der schwedische Haushaltsgerätehersteller zapft seine Eigentümer an. Rund 9,1 Milliarden Schwedische Kronen (SEK) will der Konzern über eine massive Kapitalerhöhung einsammeln.
Bestehende Aktionäre können für jede gehaltene Aktie zwei neue Anteile zum Vorzugspreis von 16,75 SEK erwerben. Die Bezugsfrist für die neuen Papiere endet Mitte Juni 2026.
Kurs nähert sich Jahrestief
Dieser deutliche Abschlag zum vorherigen Marktwert löste eine heftige Korrektur aus. Innerhalb der letzten 30 Tage brach die Aktie um rund 47 Prozent ein. Am Donnerstag verlor das Papier erneut über sieben Prozent und markierte mit 29,00 SEK beinahe ein neues Jahrestief.
Trotz des Ausverkaufs steht das Fundament der Finanzierung. Die Investmentgesellschaft Investor AB unterstützt die Maßnahme vollständig. Der Großaktionär der Wallenberg-Familie zeichnet nicht nur seinen eigenen Anteil, sondern garantiert die gesamte Summe.
Strategischer Umbau in Übersee
Das Ziel der Finanzspritze ist ein radikaler Umbau. Electrolux kämpft vor allem in Nordamerika mit Gegenwind und hat den Ausblick dort auf „negativ“ gesenkt. Ein Werk im chilenischen Santiago wird geschlossen, während eine Allianz mit der chinesischen Midea Group neue Impulse setzen soll.
Technisch ist die Aktie nach dem jüngsten Rutsch extrem überverkauft. Der Relative-Stärke-Index (RSI) liegt aktuell bei 26,4 Punkten. Der Kurs notiert derweil rund 44 Prozent unter seinem Durchschnitt der letzten 50 Tage.
Klarheit über den Erfolg der Restrukturierung wird der nächste Zwischenbericht liefern. Electrolux veröffentlicht die Zahlen für das erste Halbjahr Ende Juli 2026.
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