Die Aktie von Associated British Foods stürzte am Donnerstag um bis zu 12 Prozent ab – der tiefste Stand seit April 2025. Der Konzern kassierte seine Gewinnprognose für das Geschäftsjahr 2026 und rechnet nun mit einem Rückgang bei operativem Gewinn und Ergebnis je Aktie. Noch im November hatte das Management Wachstum in Aussicht gestellt.
Die Zahlen für die 16 Wochen bis zum 3. Januar zeigen das Ausmaß der Probleme: Der Gesamtumsatz legte zwar um 1 Prozent zu, zu konstanten Wechselkursen ging er jedoch um 1 Prozent zurück. Besonders bitter: Die Sparte Ingredients verzeichnete ein Minus von 3 Prozent, Sugar schrumpfte um 2 Prozent.
Primark enttäuscht auf ganzer Linie
Die Modekette Primark erwirtschaftete zwar 4 Prozent mehr Umsatz, doch die vergleichbaren Verkäufe brachen um 2,7 Prozent ein – deutlich schlechter als von Analysten erwartet. In Großbritannien wuchs Primark noch um rund 3 Prozent mit einem vergleichbaren Plus von 1,7 Prozent, doch Europa und die USA zeigten sich schwach. Das Weihnachtsgeschäft im britischen Bekleidungsmarkt verlief enttäuschend.
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Um Lagerbestände abzubauen, griff Primark zu massiven Rabatten. Diese Discounting-Strategie drückte die Margen erheblich. CEO George Weston räumte ein, dass die schwierigen Handelsbedingungen kurzfristig anhalten werden. Für das erste Halbjahr 2026 erwartet der Konzern bei Primark nur noch ein niedriges einstelliges Wachstum. Die operative Marge soll bei etwa 10 Prozent liegen – falls sich die aktuellen Trends fortsetzen.
USA-Geschäft unter Druck
Dramatisch verschlechterte sich die Lage im US-Lebensmittelgeschäft. Die Nachfrage nach Speiseölen und Backzutaten brach unerwartet stark ein. Finanzchefin Joana Edwards verwies auf die Entwicklungen seit April und betonte die gedämpfte Konsumstimmung, besonders bei hispanischen Kunden.
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Die von US-Präsident Donald Trump forcierten Anti-Immigrations-Razzien haben diese Bevölkerungsgruppe verunsichert. Viele hispanische Verbraucher wechselten zum Online-Shopping oder schränkten ihre Ausgaben ein. Auch Constellation Brands, Importeur der Biermarken Modelo und Corona, berichtete kürzlich von schwächerer Kauflaune in dieser Konsumentengruppe.
Prognosen kassiert
Für die Sparten Grocery und Ingredients erwartet AB Foods nun einen moderaten Rückgang des operativen Gewinns im Gesamtjahr – zuvor sollten die Ergebnisse auf Vorjahresniveau bleiben. Lediglich bei Agriculture rechnet das Management mit einem stabilen Ergebnis, bei Sugar mit einer kleinen operativen Gewinnmarge 2026.
Die britische Wettbewerbsbehörde kündigte zudem an, die geplante Übernahme der Brotmarke Hovis schneller zu prüfen. Die endgültigen Umsatzzahlen nach Sparten für die 16-Wochen-Periode will der Konzern am 22. Januar vorlegen.
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