ABB hat gestern Medienberichten zufolge den Rückkauf von 575.000 eigenen Aktien gemeldet. Gleichzeitig belastete Chinas Verbot der Übernahme des ABB-Robotikgeschäfts in China durch SoftBank den Handel: Die Aktie verlor gestern 5,7%. Die Rückkaufmeldung betrifft Käufe aus dem Zeitraum vom 29. Oktober bis Mittwoch.

Aktienrückkäufe und Gespräche mit SoftBank

Seit dem Start des Rückkaufprogramms am 9. Februar hat ABB bis einschließlich Mittwoch insgesamt 12.593.273 eigene Aktien zurückgekauft. Die gestern gemeldeten Käufe gehören damit zu dem bereits laufenden Programm.

Zum untersagten Erwerb des Robotikgeschäfts in China erklärten ABB und SoftBank gestern, sie stünden in engem Dialog und arbeiteten konstruktiv an der Transaktion. SoftBank bestätigte außerdem, von der chinesischen Behörde über das Verbot informiert worden zu sein.

Eine positive Analystenaktion gab es am 28. Oktober: SEB Equities stufte ABB von „Hold“ auf „Buy“ hoch. Diese Kaufempfehlung erfolgte vor den gestrigen Erklärungen der Unternehmen zum chinesischen Verbot.

Mehr Ladestandorte für französische Güterverkehrsrouten

Eine weitere operative Nachricht kam am Mittwoch von ABB E-mobility. Das Unternehmen und Oreve erweiterten ihre Partnerschaft um zwölf neue Hochleistungsladestandorte entlang französischer Güterverkehrsrouten. Vorgesehen sind dabei rund 100 Ladepunkte.

Die Erweiterung betrifft damit sowohl zusätzliche Standorte als auch die dort vorgesehenen Lademöglichkeiten. Nach Angaben von ABB E-mobility ist die erste MCS-fähige Installation für 2027 geplant. Dieser Termin bezieht sich auf die erste entsprechend ausgerüstete Installation, nicht auf die Fertigstellung sämtlicher neuer Standorte.