Die niederländische Bank ABN Amro hat heute ihre Zahlen für das vierte Quartal 2025 vorgelegt – und die fallen durchwachsen aus. Unter dem Strich stand ein Nettogewinn von 410 Millionen Euro, was zwar 3 Prozent mehr ist als im Vorjahresquartal, aber deutlich unter den Erwartungen der Analysten liegt. Die hatten mit 477 Millionen Euro gerechnet.
Verantwortlich für die Verfehlung sind höhere Kreditausfälle und Restrukturierungskosten. Die Risikovorsorge belief sich auf 70 Millionen Euro – deutlich mehr als die erwarteten 44 Millionen. Dazu kamen Restrukturierungsaufwendungen von 59 Millionen Euro. Die Quote notleidender Kredite stieg leicht von 2,0 auf 2,1 Prozent.
Kapitalausstattung überrascht positiv
Trotz des enttäuschenden Gewinns gibt es auch gute Nachrichten. Die harte Kernkapitalquote (CET1) kletterte zum Quartalsende auf 15,4 Prozent – deutlich über den erwarteten 14,8 Prozent. Ermöglicht wurde dies durch eine massive Reduzierung der risikogewichteten Aktiva um 7 Milliarden Euro.
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Von dieser Verringerung entfielen 4 Milliarden auf Optimierungen im Risikomanagement, 1,5 Milliarden auf Risikotransfers und 800 Millionen auf Portfoliobereinigungen. Die Bank nutzt ihre robuste Kapitalbasis für eine Ausschüttung von insgesamt 500 Millionen Euro an die Aktionäre – 250 Millionen als Bardividende und 250 Millionen über ein Aktienrückkaufprogramm. Das liegt über den erwarteten 400 Millionen Euro.
Kostensenkung läuft nach Plan
Die Zinseinnahmen blieben mit 1,67 Milliarden Euro stabil, wobei 26 Millionen auf einmalige Effekte entfielen. Bereinigt lagen sie bei 1,64 Milliarden Euro und damit über der Konsensschätzung von 1,62 Milliarden. Die Nettozinsmarge sank allerdings von 167 auf 156 Basispunkte.
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Im Provisionsgeschäft lief es mit 572 Millionen Euro deutlich besser als im Vorjahr (500 Millionen). Besonders die Vermögensverwaltung trug dazu bei, wo die verwalteten Kundenvermögen auf über 283 Milliarden Euro stiegen.
Die Personalkosten erhöhten sich zwar um 15 Prozent auf 852 Millionen Euro, doch das strategische Sparprogramm zeigt Wirkung. Die Zahl der Mitarbeiter sank 2025 um rund 1.500 Vollzeitstellen – das entspricht 30 Prozent des bis 2028 geplanten Stellenabbaus von insgesamt 5.200 Positionen.
Für das Gesamtjahr wies ABN Amro eine Eigenkapitalrendite von 8,7 Prozent aus – ein deutlicher Rückgang gegenüber 10,1 Prozent im Vorjahr. Die Bank bekräftigte ihre mittelfristigen Ziele: Erträge von über 10 Milliarden Euro bis 2028, eine Aufwand-Ertrag-Relation unter 55 Prozent und eine Eigenkapitalrendite über 12 Prozent.
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