Heute ist Stichtag für Aktionäre. Accenture schüttet seine Quartalsdividende aus. Der Termin fällt in eine schwierige Marktphase. Seit Jahresbeginn hat das Papier rund 45 Prozent an Wert verloren.

Die Dividende liegt bei 1,63 US-Dollar je Aktie. Das entspricht aktuell einer Rendite von etwa 4,7 Prozent. Parallel dazu stützt das Management den Kurs. Ein im Juni beschlossenes Rückkaufprogramm umfasst zwei Milliarden US-Dollar.

Frisches Geld und neue Märkte

Um das Wachstum anzukurbeln, erschließt Accenture eine neue Zielgruppe. Der Konzern startet die Einheit „Accenture Edge“. Das Ziel: mittelständische Unternehmen mit einer neuen KI-Plattform locken. Diese Lösung entstand in enger Zusammenarbeit mit Google Cloud.

Die Analysten der UBS sehen darin enormes Potenzial. Sie schätzen den adressierbaren Markt auf 240 Milliarden US-Dollar. Folglich rät die Schweizer Bank zum Kauf der Aktie. Das Kursziel liegt bei 275 US-Dollar.

Hackerangriff bleibt ohne Folgen

Ein Datenleck sorgte kürzlich für kurze Unruhe. Anfang Juli stahl ein Hacker rund 35 Gigabyte an internen Unternehmensdaten. Accenture hat den Vorfall umgehend bestätigt. Operative Ausfälle gab es nach Konzernangaben nicht.

Großinvestoren nutzen die aktuelle Schwäche offenbar für Einstiege. Mehrere Vermögensverwalter haben ihre Positionen im ersten Quartal deutlich aufgestockt. Die fundamentale Bewertung der Aktie ist günstig. Das Kurs-Gewinn-Verhältnis liegt mittlerweile bei etwa elf.

Das Papier handelt damit weit unter seinem historischen Durchschnitt. Bis zum 200-Tage-Durchschnitt von rund 187 Euro fehlt mehr als ein Drittel. Hält die Unterstützung im Bereich des jüngsten Tiefs von 103 Euro, bietet die niedrige Bewertung nun eine solide Basis für den KI-Umbau.