Während KI-Hardwarehersteller Rekordgewinne feiern, stürzen IT-Berater ab. Bei Accenture klaffen Anspruch und Marktrealität derzeit weit auseinander. Investoren ziehen massiv Kapital ab.

Am Donnerstag fiel das Papier auf 110,95 Euro. Seit Jahresbeginn brach der Börsenwert um knapp 50 Prozent ein. Die Schwäche trifft die gesamte IT-Beratungsbranche. Der Konkurrent Cognizant verlor parallel dazu fast sechs Prozent.

Die Folge: Investoren schichten ihre Portfolios radikal um. Sie meiden Dienstleister und kaufen Hardware-Produzenten. Die Papiere des Speicherherstellers Micron sprangen nach starken Zahlen um 19 Prozent nach oben. Hohe Inflationsdaten von 4,1 Prozent belasten die Stimmung zusätzlich.

Technisch massiv überverkauft

Der rasante Absturz hinterlässt tiefe Spuren im Chart. Der Relative-Stärke-Index notiert bei 25,9 Punkten und signalisiert eine massiv überverkaufte Situation. Der Abstand zur 200-Tage-Linie bei 191,63 Euro beträgt mittlerweile mehr als 42 Prozent.

UBS lockt mit Risikoprämie

Die extreme Volatilität ruft nun Emittenten auf den Plan. Die UBS legte am Donnerstag neue Strukturprodukte auf die Accenture-Aktie auf. Diese Papiere bieten einen hypothetischen Kupon von 17,67 Prozent pro Jahr.

Ein Puffer sichert Anleger ab, solange der Kurs nicht um mehr als 60 Prozent einbricht. Fällt die Aktie tiefer, drohen massive Kapitalverluste. Die hohe Rendite spiegelt die extreme Schwankungsbreite wider. Diese liegt annualisiert bei fast 65 Prozent.

Das Marktumfeld bleibt rau. Unternehmen kürzen ihre IT-Budgets. Die US-Notenbank signalisiert für 2026 weitere Zinserhöhungen. Fällt die Aktie unter das jüngste 52-Wochen-Tief von 103,60 Euro, droht der nächste Verkaufsschub.