Die Accenture-Aktie hat sich seit ihrem Hoch fast halbiert. Am Donnerstag präsentiert der IT-Berater seine Zahlen für das dritte Geschäftsquartal. Für den Konzern steht viel auf dem Spiel.

Aktuell notiert das Papier bei 144,90 Euro. Damit liegt der Kurs knapp 47 Prozent unter seinem 52-Wochen-Hoch.

Seit Jahresbeginn verlor der Titel rund 35 Prozent an Wert. Der Abstand zur 200-Tage-Linie beträgt deutliche 26 Prozent. Das unterstreicht die Tiefe der aktuellen Korrektur.

Analysten rechnen für das abgelaufene Quartal mit einem Gewinn von 3,71 US-Dollar je Aktie. Der Umsatz soll auf 18,76 Milliarden US-Dollar steigen. Im Vorjahreszeitraum standen hier noch 17,73 Milliarden US-Dollar in den Büchern.

Auch die einzelnen Sparten sollen wachsen. Der Markt erwartet für das Beratungsgeschäft Einnahmen von 9,5 Milliarden US-Dollar. Das entspricht einem Plus von fünf Prozent. Die Managed-Services-Sparte soll acht Prozent zulegen.

Analysten kürzen ihre Ziele

Im Vorfeld der Zahlen strichen mehrere Großbanken ihre Kursziele zusammen. Morgan Stanley warnt vor einem schwachen Wachstum der IT-Budgets im Jahr 2026. Die aktuellen Analysten-Anpassungen im Überblick:

  • Morgan Stanley: Abstufung auf „Equal-Weight“, neues Kursziel 177 US-Dollar.
  • JPMorgan: Votum bleibt „Overweight“, Ziel sinkt auf 201 US-Dollar.
  • Goldman Sachs: Bestätigt „Buy“, reduziert das Ziel auf 270 US-Dollar.

US-Regierungsgeschäft bremst

Ein zentrales Risiko bleibt das US-Regierungsgeschäft von Accenture. Im April verlor die übernommene Tochter Cognosante einen wichtigen Auftrag des Militärs. Die Folge: Das Programm ging an einen Konkurrenten.

Das Management klammerte bereits einen negativen Effekt aus der Jahresprognose aus. Schwache Signale aus diesem Bereich könnten die Aktie am Donnerstag weiter belasten.

Im Vorquartal lieferte das Unternehmen noch solide Ergebnisse. Der Konzern schüttete 2,7 Milliarden US-Dollar an seine Aktionäre aus. Für das Gesamtjahr plant Accenture Kapitalrückflüsse von über 9,3 Milliarden US-Dollar.

Am Donnerstag vor US-Börsenstart präsentiert der Vorstand die neuen Zahlen. Halten die starken KI-Auftragseingänge an, könnte das den Kurs stabilisieren. Enttäuscht der Ausblick, droht ein Test des jüngsten 52-Wochen-Tiefs bei 133,20 Euro.