Der spanische Bau- und Infrastrukturkonzern ACS baut seine internationale Projektpipeline über die Konzerntöchter weiter aus. Neben Großaufträgen in Europa und Nordamerika verzeichnete die Gruppe zuletzt auch im asiatisch-pazifischen Raum neue Abschlüsse. Zu den jüngsten Projekten zählt ein Auftrag für den Bau und die Ausstattung eines Rechenzentrums in Hongkong sowie eine Vertragsverlängerung im Bergbausektor in Kambodscha.

Ausbau der Aktivitäten im asiatischen Raum

Über die zur Tochtergesellschaft CIMIC gehörende Leighton Asia sicherte sich der Konzern am vergangenen Mittwoch einen neuen Vertrag in Hongkong. Ein bestehender multinationaler Technologiekunde beauftragte das Unternehmen mit Arbeiten an einem Rechenzentrum. Der Leistungsumfang umfasst den Innenausbau sowie die anschließende Erprobung und Inbetriebnahme der technischen Anlagen.

Am Vortag hatte bereits das Bergbauunternehmen Thiess, ebenfalls Teil der CIMIC-Gruppe innerhalb von ACS, eine Projektverlängerung gemeldet. Über die operative Gesellschaft MACA verlängerte der Dienstleister seinen Kontrakt mit Emerald Resources um zwei Jahre bis 2030. Die Vereinbarung für Bergbau- und Förderleistungen an der Okvau-Goldmine in Kambodscha weist ein Volumen von 170 Millionen A$ auf.

Breite Pipeline über globale Konzerntöchter

Die beiden Aufträge reihen sich in eine Serie von Projekterfolgen ein, die das internationale Netzwerk des Madrider Konzerns in den vergangenen Tagen verzeichnete. Am vergangenen Donnerstag meldete die Tochtergesellschaft Sedgman einen Zuschlag des Rohstoffunternehmens KGL Resources in Australien. Der Vertrag umfasst Planung, Beschaffung und Bau der Verarbeitungsanlage für das Jervois-Kupferprojekt.

Gleichzeitig bleibt der Konzern auf den westlichen Kernmärkten aktiv. In den USA wurde die Tochtergesellschaft Turner von der US Air Force als eines von acht Unternehmen für das militärische Rahmenprogramm FARM III mit einem Gesamtvolumen von bis zu 900 Millionen Dollar ausgewählt.

In Großbritannien erhielt Hochtief am vergangenen Mittwoch den Zuschlag für ein Los des Rahmenvertrags am Nuklearstandort Sellafield, der auf eine Laufzeit von bis zu 15 Jahren und einen Wert von bis zu 1,5 Milliarden GBP ausgelegt ist.

An der Börse notiert die ACS-Aktie heute bei 93,55 Euro, was einem Tagesrückgang von 1,8 Prozent entspricht. Auf Konzernebene tätigte das Management unterdessen punktuelle Zukäufe: Laut einer regulatorischen Pflichtmitteilung erwarb ACS-Direktorin Lourdes Maíz Carro am 23. September 1.000 Aktien des Unternehmens zu einem Preis von 94,00 Euro je Anteilsschein.