Der Sportartikelhersteller hat 2025 einen historischen Umsatzrekord aufgestellt und den Gewinn massiv gesteigert. Doch die Freude währt nur kurz: Ein unerwartet schwacher Ausblick für das laufende Jahr überschattet die Bilanz und dämpft die Markterwartungen. US-Zölle und Währungseffekte erweisen sich als teure Bremsklötze für die geplante Profitabilität.
Obwohl das vergangene Jahr mit einem Umsatz von 24,8 Milliarden Euro und einem Gewinnsprung auf 1,34 Milliarden Euro glänzte, richten Investoren ihren Blick nach vorn – und dort trübt sich das Bild ein. Für 2026 rechnet das Management lediglich mit einem operativen Gewinn von rund 2,3 Milliarden Euro. Damit verfehlt das Unternehmen die Konsensschätzungen der Analysten von über 2,7 Milliarden Euro deutlich. Verantwortlich für die gedämpfte Prognose sind vor allem US-Importzölle und ungünstige Wechselkurse, die das Ergebnis voraussichtlich um 400 Millionen Euro belasten werden.
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Diese Aussichten hinterließen tiefe Spuren im Chart. Nachdem die Aktie in der ersten Reaktion auf den Ausblick stark einbrach und am gestrigen Montag bei 141,20 Euro ein neues 52-Wochen-Tief markierte, versucht sie aktuell eine leichte Stabilisierung. Mit einem heutigen Kurs von 142,65 Euro notiert das Papier zwar rund ein Prozent im Plus, verzeichnet seit Jahresbeginn jedoch weiterhin ein Minus von über 15 Prozent. Die erhoffte operative Marge von 10 Prozent rückt in weite Ferne.
Zölle als strukturelle Hürde
Die verfehlten Ziele verdeutlichen die anhaltenden Herausforderungen globaler Lieferketten. Da Adidas einen Großteil seiner Ware in Asien fertigt, schlagen Importzölle in den westlichen Kernmärkten direkt auf die Margen durch. Allein in Nordamerika wuchs der Umsatz zuletzt zwar währungsbereinigt, schrumpfte jedoch in Euro gerechnet aufgrund des schwachen Dollars.
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Dennoch demonstriert der Aufsichtsrat Vertrauen in den eingeschlagenen Kurs zur Sanierung des Konzerns. Der Vertrag von CEO Björn Gulden wurde vorzeitig bis Ende 2030 verlängert. Auch die Aktionäre sollen durch eine um 40 Prozent auf 2,80 Euro angehobene Dividende sowie ein laufendes Aktienrückkaufprogramm im Volumen von bis zu einer Milliarde Euro bei der Stange gehalten werden.
Mittelfristiger Ausblick
Das Management stuft die aktuellen Gegenwinde als temporär ein und peilt für die Jahre 2027 und 2028 wieder ein währungsbereinigtes Umsatzwachstum im hohen einstelligen Prozentbereich an. Um diesen Wachstumspfad zu erreichen und die Ertragsbasis nachhaltig zu stärken, muss Adidas in den kommenden Quartalen beweisen, dass es steigende Kosten durch Preiserhöhungen abfedern und Marktanteile im schwierigen China-Geschäft zurückgewinnen kann. Bis sich hier konkrete Erfolge zeigen, deckeln die externen Kostenbelastungen das kurzfristige Aufwärtspotenzial der Aktie.
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