Adidas Aktie: Nike übernimmt!

Nike verhandelt exklusiv über Ball-Lieferung für UEFA-Wettbewerbe ab 2027. Der Verlust trifft Adidas in einer Phase mit Zollbelastungen und verschobenen Margenzielen.

Adidas Aktie
Kurz & knapp:
  • Nike in exklusiven Verhandlungen mit UEFA
  • Vertragswert könnte 40 Millionen Euro jährlich erreichen
  • Adidas verliert zweiten großen Fußball-Deal an Rivalen
  • Aktie notiert deutlich unter 52-Wochen-Hoch

Seit 25 Jahren liefert Adidas den offiziellen Spielball der UEFA Champions League. Damit könnte bald Schluss sein — und ausgerechnet Erzrivale Nike übernimmt.

Nike befindet sich laut Financial Times in exklusiven Verhandlungen, ab 2027 die Bälle für alle UEFA-Männer-Klubwettbewerbe zu liefern — Champions League, Europa League und Conference League eingeschlossen. Der Vertrag soll bis 2031 laufen und könnte einen Wert von über 40 Millionen Euro jährlich erreichen, nahezu das Doppelte der aktuellen Vereinbarung. Adidas bestätigte, den Vertrag nicht verlängern zu wollen.

Nicht der erste Deal, den Nike wegnimmt

Der Verlust des Champions-League-Balls ist kein Einzelfall. Vor zwei Jahren verlor Adidas bereits den DFB-Ausrüstervertrag an Nike — seinerzeit als größter globaler Sportausrüstungsdeal aller Zeiten bezeichnet. Adidas hatte für die Partnerschaft mit dem Deutschen Fußball-Bund jährlich 50 Millionen Euro gezahlt, Nike soll das Doppelte geboten haben.

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Für die Marke ist das Muster unangenehm. Adidas hatte den Champions-League-Vertrag 2001 selbst noch Nike abgenommen. Nun dreht sich das Verhältnis um.

Zölle und Q1-Zahlen als eigentliche Belastungsprobe

Der symbolische Rückschlag trifft Adidas in einer Phase, in der das Unternehmen ohnehin unter strukturellem Druck steht. Anfang März warnte der Konzern vor einem negativen Ergebniseffekt von 400 Millionen Euro durch US-Zölle und Währungsgegenwind. Rund 39 Prozent des Schuhwerks stammen aus Vietnam — einem der am stärksten betroffenen Produktionsstandorte. Das ursprünglich für 2026 angestrebte EBIT-Margenziel von 10 Prozent ist auf 2027/2028 verschoben.

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Die Aktie notiert knapp 38 Prozent unter ihrem 52-Wochen-Hoch und damit deutlich unterhalb ihres 200-Tage-Durchschnitts — trotz einer leichten Erholung in den vergangenen Tagen.

Trotzdem zeigt sich die Analystengemeinschaft bemerkenswert zuversichtlich: 22 von 23 Analysten empfehlen den Kauf, das Konsenssziel liegt bei 204,50 Euro. Die Lücke zwischen dieser Einschätzung und dem aktuellen Kursniveau von rund 138 Euro spiegelt wider, wie viel Unsicherheit der Markt derzeit einpreist.

Zwei Termine, die den Kurs bewegen könnten

Entscheidend für die nächsten Wochen sind zwei Ereignisse: Am 29. April veröffentlicht Adidas die Q1-Zahlen — der erste Bericht, der die konkreten Zollauswirkungen sichtbar machen wird. Am 7. Mai folgt die Hauptversammlung in der Stadthalle Fürth, auf der eine Dividende von 2,80 Euro je Aktie zur Abstimmung steht. Ob der Markt die UEFA-Nachricht bis dahin eingepreist hat oder als zusätzliche Belastung wertet, dürfte sich spätestens am Montag zeigen.

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Dr. Robert Sasse: Ökonom, Unternehmer, Finanzexperte

Dr. Robert Sasse ist promovierter Ökonom, erfahrener Unternehmer und anerkannter Experte für Finanzmärkte. Mit über zwei Jahrzehnten Erfahrung in der Analyse von Aktienmärkten und wirtschaftlichen Zusammenhängen verbindet er wissenschaftliche Fundierung mit unternehmerischer Praxis. Er unterstützt Anleger, die langfristigen Vermögensaufbau und finanzielle Unabhängigkeit durch fundierte Strategien anstreben.

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Dr. Sasses Laufbahn ist geprägt von akademischer Exzellenz und praktischer Marktkenntnis. Er promovierte in Wirtschaftswissenschaften und hält einen Master of Science in Marketing und Sales sowie einen Abschluss als Betriebswirt. Bereits während und nach dem Studium sammelte er in renommierten Analystenhäusern und Unternehmen tiefgreifende Erfahrungen in der Bewertung von Aktien und Fonds.

Als Gründer und Geschäftsführer der YES Investmedia GmbH ist er unternehmerisch im Bereich der Finanzpublikationen tätig. Seine Expertise umfasst die Analyse komplexer wirtschaftlicher Themen wie demographischer Wandel oder globaler Markttrends sowie deren Auswirkungen auf die Finanzmärkte. Durch seine langjährige Tätigkeit hat er sich als Autor zahlreicher Analysen und Kommentare zu wirtschaftlichen und börsenrelevanten Themen etabliert.

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