Adidas Aktie: Rekordgewinn enttäuscht

Adidas meldet das beste Betriebsergebnis seiner Geschichte, doch die Aktie fällt deutlich. Grund sind erwartete Belastungen von 400 Millionen Euro durch Zölle und Währungseffekte im laufenden Jahr.

Adidas Aktie
Kurz & knapp:
  • Operatives Ergebnis erreicht historische 2 Milliarden Euro
  • Aktie verliert acht Prozent trotz Rekordmarge
  • 400 Millionen Euro Belastungen für 2026 prognostiziert
  • CEO-Vertrag vorzeitig bis 2030 verlängert

Adidas präsentiert das beste operative Ergebnis der Firmengeschichte – und die Aktie sackt trotzdem um acht Prozent ab. Der Grund: Die Belastungen für 2026 wiegen am Markt schwerer als die Rekordmarge von 8,3 Prozent. Dazu kommt eine unerwartete Botschaft aus der Führungsetage.

Starkes Jahr 2025 wird überschattet

Der Herzogenauracher Konzern steigerte den Umsatz währungsbereinigt um 13 Prozent auf 24,8 Milliarden Euro. Das Betriebsergebnis legte noch stärker zu: Mit rund 2 Milliarden Euro markierte es ein Plus von 54 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Die operative Marge kletterte von 5,6 auf 8,3 Prozent. Besonders China entwickelte sich zum profitabelsten Absatzmarkt.

Diese Zahlen allein hätten eigentlich für positive Stimmung sorgen können. Doch der Ausblick auf 2026 dämpfte die Euphorie deutlich.

400 Millionen Euro Gegenwind

Für das laufende Jahr rechnet das Management mit Belastungen von rund 400 Millionen Euro. Hauptverantwortlich sind zu erwartende US-Zölle und Währungseffekte. Das geplante Betriebsergebnis von etwa 2,3 Milliarden Euro liegt zwar über dem Vorjahr, fällt nach dieser Eintrübung aber weniger deutlich aus als erhofft.

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Am Mittwoch reagierte die Börse prompt: Die Aktie fiel zeitweise um acht Prozent und markierte bei rund 135,85 Euro ein Dreijahrestief.

Gulden bleibt bis 2030

Parallel verlängerte der Aufsichtsrat den Vertrag von CEO Björn Gulden vorzeitig um fünf Jahre bis Ende 2030. Die strategische Stoßrichtung bleibt unverändert: Nordamerika soll mittelfristig den Umsatz verdoppeln, außerhalb der USA will Adidas die globale Spitzenposition verteidigen. Ein Aktienrückkaufprogramm über bis zu eine Milliarde Euro soll Kapital an die Anteilseigner zurückführen.

Die Vertragsverlängerung signalisiert Kontinuität – konnte die negative Marktstimmung am Mittwoch aber nicht drehen. Anleger fokussieren sich vorerst auf die Risiken durch Zölle und Währungen.

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