Adidas Aktie: Schlechtere Karten?

Adidas meldet Rekordumsatz und Gewinnsprung für 2025, doch der gedämpfte Ausblick für 2026 und US-Zölle drücken den Aktienkurs auf ein Jahrestief.

Adidas Aktie
Kurz & knapp:
  • Rekordumsatz und deutlicher Gewinnsprung im Vorjahr
  • Gedämpfte Prognose für 2026 verfehlt Analystenerwartungen
  • US-Importzölle und Währungseffekte belasten das Ergebnis
  • Dividende steigt um 40 Prozent auf 2,80 Euro

Der Sportartikelhersteller hat 2025 mit starken Zahlen abgeschlossen. Trotz eines Rekordumsatzes und eines deutlichen Gewinnsprungs reagieren Investoren mit Verkäufen. Verantwortlich dafür ist ein gedämpfter Ausblick für das laufende Jahr, der durch anstehende US-Zölle und Währungseffekte belastet wird.

Prognose verfehlt Erwartungen

Für das abgelaufene Geschäftsjahr präsentierte das Management einen Rekordumsatz von 24,8 Milliarden Euro sowie einen operativen Gewinn von 2,06 Milliarden Euro. Die Freude am Markt währte allerdings nur kurz. Für 2026 stellt das Unternehmen lediglich einen operativen Gewinn von rund 2,3 Milliarden Euro in Aussicht. Damit verfehlt die Prognose den Analystenkonsens von 2,72 Milliarden Euro um etwa 15 Prozent. Die operative Marge soll bei 8,5 bis 8,8 Prozent liegen und verpasst somit das selbst gesteckte Ziel von 10 Prozent.

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Zölle drücken auf die Stimmung

Hauptgrund für die Zurückhaltung sind externe Faktoren. Ein schwächerer US-Dollar sowie neue US-Importzölle kosten den Konzern in diesem Jahr voraussichtlich 400 Millionen Euro. Da ein Großteil der Produktion in Asien stattfindet, stellen die Abgaben für den wichtigen US-Markt eine strukturelle Hürde dar.

Der Kapitalmarkt quittierte diese Aussichten mit einem spürbaren Kursrückgang. Aktuell notiert das Papier bei 139,30 Euro und markiert damit exakt das 52-Wochen-Tief. Seit Jahresbeginn summiert sich das Minus bereits auf über 17 Prozent. Auf einer gerade abgeschlossenen Roadshow versuchte das Management aktiv, das Vertrauen institutioneller Anleger in die mittelfristige Strategie zurückzugewinnen.

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Höhere Dividende und Aktienrückkäufe

Trotz des Gegenwinds setzt das Unternehmen auf umfangreiche Kapitalrückgaben. Die Dividende steigt um 40 Prozent auf 2,80 Euro je Anteilsschein. Parallel läuft ein Aktienrückkaufprogramm im Volumen von bis zu einer Milliarde Euro. Zudem bleibt CEO Bjørn Gulden dem Unternehmen bis Ende 2030 erhalten, was für personelle Kontinuität sorgt.

Mittelfristig rechnet das Management für die Jahre 2026 bis 2028 wieder mit einem jährlichen Gewinnwachstum im mittleren Zehnprozentbereich. Ob die aktuellen Belastungen tatsächlich nur temporärer Natur sind, wird der Markt am 29. April überprüfen, wenn die Zahlen für das erste Quartal 2026 anstehen. Besonderes Augenmerk liegt dann auf der Entwicklung der Bruttomarge und dem Wachstum im direkten Endkundenvertrieb.

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