Trotz eines operativen Rekordjahres 2025 schicken Anleger die Adidas-Aktie auf Talfahrt. Der Sportartikelriese präsentierte einen Ausblick für 2026, der die Markterwartungen deutlich verfehlt. Teure Zölle und Währungseffekte drohen die Gewinne zu schmälern, was die starken Zahlen der Vergangenheit aktuell in den Hintergrund rückt.
Teure Hürden für 2026
Der Kern des Kursrutschs liegt in der neuen Guidance. Adidas erwartet für das laufende Geschäftsjahr ein Betriebsergebnis von rund 2,3 Milliarden Euro. Dieser Wert liegt etwa 15 % unter dem Analystenkonsens von 2,72 Milliarden Euro. Verantwortlich für diese Lücke sind vor allem externe Faktoren: US-Zölle und ungünstige Währungsentwicklungen werden das Ergebnis voraussichtlich mit rund 400 Millionen Euro belasten.
Diese Belastungen drücken die Profitabilität spürbar. Die in Aussicht gestellte operative Marge von 8,5 % bis 8,8 % verfehlt das selbstgesteckte Ziel des Managements von 10 % klar. Marktbeobachter werten dies als Dämpfer für die zuletzt erfolgreiche Turnaround-Story unter CEO Bjørn Gulden.
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Die Marktreaktion fiel entsprechend harsch aus. Die Aktie rutschte zeitweise auf den tiefsten Stand seit über drei Jahren. Auch eine leichte Erholung änderte wenig am übergeordneten Bild: Am Donnerstag schloss das Papier bei 145,50 Euro. Seit Jahresanfang summieren sich die Verluste mittlerweile auf 13,62 %.
Rekordjahr und Dividenden als Trostpflaster
Paradoxerweise blickt der Konzern operativ auf ein extrem starkes Jahr 2025 zurück. Der Umsatz erreichte mit 24,8 Milliarden Euro ein Rekordniveau, was einem währungsbereinigten Plus von 13 % entspricht. Das Betriebsergebnis kletterte auf über 2,05 Milliarden Euro, getrieben durch zweistelliges Wachstum in allen Märkten. Besonders das vierte Quartal überzeugte mit einer Verdopplung des Betriebsergebnisses.
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Um die Anleger trotz des schwachen Ausblicks bei Laune zu halten, setzt Adidas auf höhere Ausschüttungen. Die Dividende soll um 40 % auf 2,80 Euro je Aktie steigen. Ergänzend dazu läuft ein Aktienrückkaufprogramm über bis zu eine Milliarde Euro an. Insgesamt plant der Konzern, im Jahr 2026 bis zu 1,5 Milliarden Euro an die Aktionäre zurückzugeben.
Strategische Kontinuität
Inmitten der Unruhe um die Prognose schaffte der Aufsichtsrat Fakten in der Führungsetage: Der Vertrag von CEO Bjørn Gulden wurde vorzeitig bis 2030 verlängert. Gulden, der den Konzern nach der Yeezy-Krise stabilisierte, hält an den mittelfristigen Zielen fest. Für 2027 und 2028 stellt das Management weiterhin hohe einstellige Umsatzzuwächse in Aussicht. Die angestrebte operative Marge von über 10 % soll nun im Jahr 2028 erreicht werden.
Das laufende Jahr wird für Adidas zum Balanceakt zwischen makroökonomischen Belastungen und sportlichen Großereignissen. Während die Zoll-Thematik rund 200 Millionen Euro kosten dürfte, bietet die kommende FIFA-Weltmeisterschaft 2026 als wichtiges Event für das Kerngeschäft Fußball eine Chance zur Kompensation. Ob diese Impulse ausreichen, um die Margenschwäche auszugleichen, bleibt der entscheidende Faktor für die Kursentwicklung in den kommenden Quartalen.
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