Adidas Aktie: WM-Launch im Schatten

Adidas startet WM-Trikot-Kampagne mit Lifestyle-Fokus, kämpft aber mit enttäuschenden Gewinnprognosen und Belastungen durch US-Zölle. Das Management sieht die Herausforderungen als vorübergehend an.

Adidas Aktie
Kurz & knapp:
  • WM-Trikot-Launch mit klassischem Trefoil-Logo
  • Gewinnprognose verfehlt Analystenerwartungen deutlich
  • US-Zölle belasten Ergebnis um 400 Millionen Euro
  • Produktion wird nach Südostasien und China verlagert

Am Freitag präsentiert der Sportartikelhersteller seine Auswärtstrikots für die Weltmeisterschaft 2026. Besonders das letzte DFB-Design aus Herzogenaurach besitzt dabei eine hohe symbolische Strahlkraft. Der globale Produktlaunch fällt jedoch in eine anspruchsvolle Marktphase, in der das Management mit enttäuschenden Gewinnprognosen und drohenden US-Zöllen zu kämpfen hat.

Lifestyle trifft auf Rasen

Wenn Nationen wie Argentinien, Spanien und Deutschland am 20. März ihre neuen Ausweichdesigns erhalten, setzt das Management auf einen bewährten Wachstumstreiber. Anstelle des modernen Performance-Logos ziert das klassische Trefoil-Emblem die Brust der Spieler. Diese Entscheidung zielt direkt auf das margenstarke Originals-Segment ab.

Flankierend bringt der Konzern eine passgenaue Sneaker-Kollektion auf den Markt, die das Design der jeweiligen Nationaltrikots aufgreift. Mit Modellen wie dem „Adidas Japan“ oder „Adidas Italia“ sollen gezielt Käuferschichten abseits des reinen Profisports erschlossen werden.

Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei Adidas?

Rekordumsatz trifft auf Gewinnschwund

Dieser kommerzielle Vorstoß ist strategisch wichtig, um die aktuelle fundamentale Lücke zu schließen. Zwar verbuchte das Unternehmen für 2025 einen Rekordumsatz von 24,8 Milliarden Euro sowie einen kräftigen Gewinnsprung auf 1,34 Milliarden Euro. Die Prognose für das laufende Jahr fiel allerdings schwach aus.

Wegen erwarteter Belastungen von rund 400 Millionen Euro durch US-Zölle und negative Währungseffekte verfehlte der angepeilte operative Gewinn von 2,3 Milliarden Euro die Analystenerwartungen um rund 15 Prozent. An der Börse hinterließ dieser Ausblick tiefe Spuren. Mit einem gestrigen Schlusskurs von 139,85 Euro notiert das Papier nur denkbar knapp über seinem 52-Wochen-Tief von 138,30 Euro.

Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei Adidas?

Lokalisierung als Schutzschild

Um den strukturellen Gegenwind abzufedern, baut der Konzern seine Lieferketten um. Als Antwort auf die US-Zollpolitik weitet das Management die Produktion in südostasiatischen Ländern wie Vietnam, Kambodscha und Indonesien aus.

Gleichzeitig treibt das Unternehmen die Lokalisierung im strategisch entscheidenden chinesischen Markt voran. Mittlerweile werden über 80 Prozent der dort verkauften Artikel direkt vor Ort gefertigt. Das senkt die Kosten und verkürzt die Reaktionszeit auf regionale Modetrends erheblich.

Der anstehende Trikot-Launch markiert den Startschuss für das wichtige WM-Geschäft. Mittelfristig rechnet der Vorstand für die Jahre 2027 und 2028 wieder mit einem währungsbereinigten Umsatzwachstum im hohen einstelligen Bereich sowie deutlich steigenden operativen Gewinnen. Das Management stuft die aktuellen Zoll- und Währungsbelastungen folglich als temporäres Phänomen ein.

Adidas-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Adidas-Analyse vom 18. März liefert die Antwort:

Die neusten Adidas-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Adidas-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 18. März erfahren Sie was jetzt zu tun ist.

Adidas: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...

Diskussion zu Adidas

Adidas Jahresrendite