Der Sportartikelhersteller aus Herzogenaurach erlebt derzeit ein Paradoxon. Während die Fans das neue Auswärtstrikot für die anstehende Weltmeisterschaft aus den Regalen reißen und das operative Geschäft brummt, strafen Anleger das Papier ab. Verantwortlich für die trübe Stimmung an der Börse sind handfeste Sorgen über geopolitische Handelsbarrieren, die das eigentlich florierende Tagesgeschäft überschatten.
US-Zölle trüben den Ausblick
Anfang März musste das Management die Erwartungen für das laufende Jahr spürbar dämpfen. Ungünstige Währungseffekte und insbesondere hohe US-Zölle auf Schuhe aus Vietnam dürften den operativen Gewinn 2026 um rund 400 Millionen Euro belasten. Infolgedessen rechnet das Unternehmen nur noch mit einem Ergebnis von 2,3 Milliarden Euro, was deutlich unter dem bisherigen Analystenkonsens liegt. Diese Prognosekorrektur drückte den Kurs am Dienstag bis auf ein neues Mehrjahrestief von 130,60 Euro, von dem sich der Titel aktuell nur mühsam zu lösen versucht.
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Historischer Abschied und starke Zahlen
Abseits der Zollthematik präsentiert sich das Unternehmen äußerst robust. Das abgelaufene Jahr brachte einen Gewinnsprung aus fortgeführten Geschäftsbereichen um fast 70 Prozent auf 1,38 Milliarden Euro. Auch das Fußballgeschäft liefert positive Impulse: Das neue blaue DFB-Auswärtstrikot verkauft sich bereits jetzt besser als das EM-Modell von 2024. Es ist das letzte große Turnier mit den Herzogenaurachern als Ausrüster, bevor ab 2027 der Wechsel zu Nike ansteht.
Um das Vertrauen der Investoren in dieser von Unsicherheiten geprägten Phase zu stärken, steuert das Management aktiv gegen. Neben der Vertragsverlängerung von CEO Bjørn Gulden bis 2030 schüttet der Konzern eine um 40 Prozent höhere Dividende aus und stützt den Kurs zusätzlich mit einem laufenden Aktienrückkaufprogramm im Volumen von bis zu einer Milliarde Euro.
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Expertenrat und anstehende Termine
Trotz des schwachen Chartbildes bleibt die Analystengemeinschaft optimistisch. Von 23 Experten raten 22 weiterhin zum Kauf der Papiere. Der durchschnittliche Zielpreis von rund 198 Euro signalisiert ein erhebliches Aufholpotenzial gegenüber dem aktuellen Bewertungsniveau.
Ob sich dieser Optimismus rechtfertigen lässt, entscheidet sich bereits am 29. April. Dann legt Adidas die Ergebnisse für das erste Quartal vor und wird erste konkrete Indikationen liefern, wie stark die US-Zölle die Margen im direkten Tagesgeschäft tatsächlich belasten. Fällt dieser Ausblick stabiler aus als im März befürchtet, könnte dies den Grundstein für eine nachhaltige Kurserholung legen.
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