Italien setzt militärisch auf AeroVironment, aber die Börse reagiert mit einem Ausverkauf. Während das Unternehmen einen wichtigen Verteidigungsauftrag in Europa sichert, stürzen Analystenbewertungen die Aktie in die Tiefe.
Drohnensieg in Italien
Die italienische Luftfahrtbehörde hat das unbemannte System JUMP 20 offiziell als militärische Fähigkeit anerkannt. Unter der neuen Bezeichnung MQ-31A übernimmt die Drohne die Rolle als primäres Aufklärungswerkzeug der italienischen Armee. Sie ersetzt dort die veraltete Flotte vom Typ RQ-7 Shadow.
Das System kann mehr als 13 Stunden in der Luft bleiben und deckt Distanzen bis 185 Kilometer ab. AeroVironment liefert für diesen Auftrag komplette Einheiten und übernimmt den langfristigen Support. Das Modell kommt bereits bei weiteren NATO-Partnern wie Dänemark und Litauen zum Einsatz.
Investition gegen Rohstoffabhängigkeit
Abseits des Rüstungsgeschäfts baut der Konzern seine Kapazitäten in den USA aus. In Ohio entsteht für 15 Millionen Dollar eine neue Anlage zur Bioproduktion. Das Ziel ist strategisch wichtig: Mithilfe von Bio-Kraftstoffen und Proteinen will das Unternehmen die Gewinnung seltener Erden unterstützen.
Damit reagiert AeroVironment auf die hohe Abhängigkeit von Lieferungen aus China. Die neue Fabrik soll eine Produktionskapazität von 1.200 Litern erreichen. Der Standort in Xenia wird schätzungsweise 200 neue Arbeitsplätze in der Region schaffen.
Kursziel halbiert
Trotz dieser operativen Fortschritte verlor die Aktie zuletzt massiv an Boden. Analysten von BofA Securities strichen ihr Kursziel radikal von 450 auf nur noch 225 Dollar zusammen. Aktuell notiert das Papier bei 122,25 Euro — ein Tagesverlust von über zwei Prozent.
Seit Jahresbeginn summiert sich das Minus bereits auf gut 44 Prozent. Investoren reagieren empfindlich auf eine laufende Sammelklage wegen früherer Fehlentwicklungen. Aktionäre haben noch bis zum 27. Juli Zeit, sich dieser Rechtsstreitigkeit anzuschließen.
Hintergrund der Klage sind herbe Rückschläge im ersten Halbjahr. Dazu gehörten die Stornierung eines wichtigen Entwicklungsvertrags und eine Abschreibung von über 150 Millionen Dollar. Das Management hält dennoch an seinem langfristigen Plan fest. Bis 2029 soll der Jahresumsatz auf 2,9 Milliarden Dollar klettern.
Kurzfristig bleibt die Lage prekär. Die Aktie handelt nur knapp vier Prozent über ihrem Jahrestief von 117,45 Euro. Mit einer jährlichen Volatilität von 90 Prozent müssen Halter weiterhin mit extremen Schwankungen rechnen.
AeroVironment-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue AeroVironment-Analyse vom 15. Juli liefert die Antwort:
Die neusten AeroVironment-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für AeroVironment-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 15. Juli erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
AeroVironment: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...


