Der japanische Glas- und Chemiekonzern AGC hat gestern seine Zahlen für das Geschäftsjahr 2025 vorgelegt – und die fallen besser aus als erwartet. Nach dem herben Verlust von 94 Milliarden Yen im Vorjahr steht nun ein Gewinn von 69,2 Milliarden Yen in den Büchern. Die Aktie reagierte mit einem Plus von 0,36 Prozent auf 6.107 Yen. Doch reicht das für eine nachhaltige Wende?
Automotive rettet die Bilanz
Trotz nahezu stagnierender Umsätze von 2.059 Milliarden Yen (minus 8,8 Milliarden) verbesserte sich das operative Ergebnis um 1,6 Milliarden auf 127,5 Milliarden Yen. Haupttreiber war die Automotive-Sparte: Hier verdoppelte sich der operative Gewinn auf 29,3 Milliarden Yen – dank besserer Produktmischung und Preisanpassungen.
Weniger erfreulich entwickelten sich Electronics (minus 6,9 Milliarden auf 47,5 Milliarden Yen) und Life Science. Letztere Sparte schrieb erneut rote Zahlen: 22,3 Milliarden Yen Verlust. Verantwortlich dafür sind vor allem die Biopharmaceuticals-Aktivitäten in Colorado, die AGC im August 2025 zur Schließung ankündigte. Die Produktion dort ist mittlerweile eingestellt.
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Ausblick mit Fragezeichen
Für das laufende Geschäftsjahr 2026 peilt CEO Yoshinori Hirai einen operativen Gewinn von 150 Milliarden Yen an – ein Plus von 22,5 Milliarden. Die Eigenkapitalrendite soll auf 5,2 Prozent steigen. Bis 2027 strebt das Management mindestens 8 Prozent an, um über die Kapitalkosten zu kommen.
Das klingt ambitioniert, zumal AGC in den vergangenen Jahren regelmäßig seine Ziele verfehlte. Die größte Hoffnung ruht auf der Life-Science-Sparte: Hier soll der Verlust von 22,3 auf 5 Milliarden Yen schrumpfen. Allerdings räumt Hirai ein, dass die Profitabilität erst 2027 erreicht wird – der Zeitversatz zwischen Auftragseingang und Produktion dauert bis zu 18 Monate.
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Auch in Südostasien bleibt die Lage angespannt. Die Essential-Chemicals-Sparte leidet unter Billigimporten aus China, wo PVC und Natronlauge unter Cashkosten verkauft werden. AGC hofft auf eine Trendwende ab dem zweiten Quartal 2026, wenn chinesische Exportsubventionen wegfallen könnten.
Bei den EUV-Maskenrohlingen – einem Wachstumsfeld in der Halbleiterindustrie – rechnet das Unternehmen mit moderatem Wachstum. Die 2-Nanometer-Generation ist entwickelt und bei einigen Kunden bereits zertifiziert. Parallel arbeitet AGC an der 1,4-Nanometer-Technologie und am Packaging-Geschäft mit Glas-Substraten.
Die Investitionen werden 2026 deutlich zurückgefahren: Statt 251,3 Milliarden Yen sind nur noch 190 Milliarden eingeplant. Große Kapazitätserweiterungen sind abgeschlossen – künftig liegt der Fokus auf Instandhaltung und Modernisierung. Die Dividende bleibt bei 210 Yen je Aktie stabil.
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