Die belgische Versicherungsgruppe Ageas hebt ihre Gewinnprognose für 2025 kräftig an – und das aus einem ungewöhnlichen Grund. Statt operativer Glanzleistungen sorgt eine technische Anpassung in China für einen unverhofften Millionensegen. Doch was steckt dahinter?
Das Unternehmen erwartet nun ein Nettobetriebsergebnis zwischen 1,6 und 1,65 Milliarden Euro. Das sind satte 23 Prozent mehr als die bisherige Prognose von 1,3 bis 1,35 Milliarden Euro. Verantwortlich für diesen Sprung ist eine Änderung der steuerlichen Behandlung bei der chinesischen Tochter Taiping Life.
Buchhalterische Zeitenwende
Das chinesische Finanzministerium und die Steuerbehörde haben neue Richtlinien zur steuerlichen Behandlung beim Übergang zu den internationalen Rechnungslegungsstandards IFRS 17 und IFRS 9 erlassen. Diese Anpassung erfordert eine Neuberechnung der latenten Steuern für die Geschäftsjahre 2023 und 2024.
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Das Joint Venture China Taiping Insurance Holding, an dem Ageas beteiligt ist, kündigte daraufhin eine Vorabmeldung zu seinen Jahresergebnissen an. Die Neuberechnung führt zu einem positiven einmaligen Effekt auf die latenten Steuern – und dieser schlägt direkt auf das Konzernergebnis von Ageas durch.
Einmaleffekt mit Wirkung
Der Clou: Während das operative Geschäft unverändert bleibt, verbessert sich die Bilanz durch die buchhalterische Anpassung deutlich. Solche Einmaleffekte sind für Anleger Fluch und Segen zugleich. Einerseits fließt echtes Geld in die Kasse, andererseits lässt sich daraus keine Aussage über die künftige Ertragskraft ableiten.
Ageas will am 25. Februar 2026 um 7:30 Uhr die vollständigen Jahreszahlen vorlegen. Dann wird sich zeigen, wie sich das Kerngeschäft entwickelt hat und ob die Versicherungsgruppe auch ohne Sondereffekte auf Kurs liegt. Bis dahin dürfte die Aktie von der angehobenen Prognose profitieren – auch wenn der Gewinnsprung primär chinesischen Steuerbeamten zu verdanken ist.
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