Die französisch-niederländische Fluggesellschaft Air France-KLM hat im Geschäftsjahr 2025 einen beeindruckenden Gewinnsprung hingelegt. Der Überschuss katapultierte sich auf fast 1,6 Milliarden Euro – rund fünfmal höher als im Vorjahr. Haupttreiber waren gestiegene Ticketpreise und gesunkene Treibstoffkosten. Besonders lukrativ: Premium-Tickets für die transatlantischen Strecken zwischen Europa und Nordamerika verkauften sich prächtig, und das trotz weltpolitischer Spannungen.

Der Umsatz legte im laufenden Geschäft um fünf Prozent auf gut 33 Milliarden Euro zu. Noch deutlicher fiel der operative Gewinn aus: Er stieg um ein Viertel auf gut zwei Milliarden Euro. Damit übertraf der Konzern die durchschnittlichen Erwartungen der Analysten. Im vierten Quartal allein schwenkte Air France-KLM mit einem Gewinn von 549 Millionen Euro in die schwarzen Zahlen, nachdem im Vorjahresquartal noch ein Verlust von 63 Millionen Euro zu Buche stand.

Fokus auf zahlungskräftige Kundschaft

Konzernchef Ben Smith setzt klar auf Qualität statt Quantität. Die verstärkte Ausrichtung auf teurere Buchungsklassen wie die Business Class zahlt sich aus. Diese Premium-Tickets bringen nicht nur höhere Einnahmen, sondern auch höhere Kosten für die Airline mit sich – eine bewusste strategische Entscheidung.

Im vierten Quartal 2025 beförderte Air France-KLM 24,6 Millionen Passagiere, ein Plus von 4,8 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Die Kapazität wurde um 6,6 Prozent ausgebaut, der Verkehr stieg um 4,9 Prozent. Allerdings sank die Auslastung leicht auf 86,0 Prozent, verglichen mit 87,4 Prozent im Vorjahr.

Weiteres Wachstum geplant

Für 2026 plant Smith einen weiteren Ausbau des Flugangebots um drei bis fünf Prozent. Die Stückkosten je angebotenem Sitzplatzkilometer dürften um bis zu zwei Prozent steigen – bereinigt um Währungseffekte, Treibstoffpreisschwankungen und Emissionsrechte. Ein Teil des Anstiegs ist der stärkeren Fokussierung auf die lukrativen Premium-Klassen geschuldet.

Bis 2028 strebt Air France-KLM eine operative Marge von über acht Prozent an, verglichen mit 6,1 Prozent im Geschäftsjahr 2025. Zudem soll der bereinigte operative Free Cashflow deutlich positiv ausfallen. Ein weiterer strategischer Schritt: Der Konzern kündigte an, seinen Anteil an der skandinavischen Fluggesellschaft SAS von derzeit 19,9 Prozent auf 60,5 Prozent aufzustocken. Der Abschluss wird für die zweite Jahreshälfte 2026 angepeilt.