Airbus korrigiert seine langfristigen Erwartungen leicht nach unten. Hohe Treibstoffkosten und globale Handelskonflikte zwingen den Konzern zu einem realistischeren Blick auf die kommenden zwei Jahrzehnte.

Fokus auf Effizienz statt Wachstum

Bis zum Jahr 2045 rechnet der Flugzeugbauer nun mit dem Bedarf für 42.060 neue Passagiermaschinen. Das ist ein Prozent weniger als in der vorangegangenen Schätzung. Parallel dazu verschieben sich die Prioritäten der Fluggesellschaften.

Airlines setzen verstärkt auf den Austausch alter Maschinen. Der Anteil der Ersatz-Lieferungen soll auf 47 Prozent steigen. Zuvor lag die Erwartung bei 45 Prozent. Moderne Jets sollen Emissionen senken und die Betriebskosten optimieren.

Milliarden-Wette auf den Luftverkehr

Das langfristige Potenzial bleibt dennoch gewaltig. Airbus rechnet damit, dass sich die weltweiten Passagierzahlen bis 2045 auf rund 10 Milliarden Menschen verdoppeln. Besonders in der Region Asien-Pazifik sieht das Management weiterhin enorme Wachstumschancen.

In den USA punktet derweil die Hubschrauber-Sparte. Der US-Grenzschutz hat zehn Maschinen vom Typ H125 bestellt. Diese werden im Werk in Mississippi gefertigt. Sie dienen künftig der Grenzsicherung und der öffentlichen Sicherheit.

An der Börse notiert das Papier aktuell bei 48,60 Euro. Das entspricht einem leichten Tagesminus von knapp einem Prozent. Damit stabilisiert sich die Aktie oberhalb ihres 200-Tage-Durchschnitts.

Die Marktkapitalisierung des europäischen Industriegiganten liegt bei rund 155 Milliarden Euro. Damit hält das Papier einen deutlichen Sicherheitsabstand zum 52-Wochen-Tief bei 38,40 Euro.