Airbus hat im Mai den Turbo gezündet. Nach der Einigung mit China fließen die Maschinen wieder verstärkt zu den Kunden. Parallel dazu bremsen neue Lieferprobleme bei Langstrecken-Jets die Euphorie.
Starkes Mai-Geschäft dank China-Einigung
Im Mai übergab der Konzern 81 Flugzeuge an 45 Kunden. Das markiert den bisherigen Bestwert für das Jahr 2026. Ein gelöster Streit mit China machte den Weg für etwa 20 zuvor blockierte Maschinen frei.
Damit summiert sich die Zahl der Auslieferungen seit Jahresbeginn auf 262 Flugzeuge. Insgesamt 68 Kunden erhielten in diesem Zeitraum ihre neuen Maschinen. Die Nachfrage bleibt derweil auf Rekordniveau.
Allein im Mai verbuchte Airbus 379 Bruttobestellungen. Die A320neo-Familie überschritt dabei die historische Marke von 20.000 Einheiten. AirAsia orderte 150 Maschinen vom Typ A220-300, während die Lufthansa zehn Flugzeuge der A350-Reihe bestellte.
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Lieferengpässe beim A321XLR
Probleme bereitet hingegen das Programm A321XLR. Die Fluggesellschaft IndiGo wird 2026 voraussichtlich nicht alle neun geplanten Maschinen erhalten. Engpässe durch den Nahost-Konflikt belasten die Logistik.
Andere Betreiber melden ähnliche Schwierigkeiten. Air Canada spricht bereits von Verzögerungen von fast zwei Jahren gegenüber dem ursprünglichen Zeitplan. Das Management muss nun versuchen, die Ketten wieder zu stabilisieren.
Strategische Zurückhaltung beim A220
Auch bei der Erweiterung der A220-Serie tritt Airbus auf die Bremse. Eine größere Variante mit 180 Sitzen soll zwar die Kosten je Sitzplatz senken. Leasingfirmen reagieren bisher jedoch verhalten auf das Projekt A220-500.
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Ein offizieller Startschuss zur Luftfahrtmesse in Farnborough gilt als unwahrscheinlich. Interne Debatten über Reichweite und Leistung halten die Entscheidung derzeit auf.
Die Aktie beendete die Woche bei 44,40 Euro. Das entspricht einem Tagesplus von 1,83 Prozent. Seit Jahresbeginn hat das Papier dennoch rund neun Prozent an Wert verloren. Der Kurs stabilisierte sich zuletzt über dem 50-Tage-Durchschnitt von 42,63 Euro.
Das Jahresziel von rund 870 Auslieferungen bleibt eine Herausforderung. Airbus muss das hohe Tempo des Vormonats verstetigen, um die Erwartungen zu erfüllen. Die Branche blickt nun auf die Farnborough Airshow im Juli.
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