Airbus trotzt den geopolitischen Turbulenzen. Während steigende Kerosinpreise und regionale Konflikte die Branche belasten, meldet der Flugzeugbauer volle Auftragsbücher. Das Management sieht bisher keine Anzeichen für Stornierungen oder Verschiebungen durch die Airlines.
Auslieferungen auf Rekordniveau
Die jüngsten Zahlen unterstreichen diesen Optimismus. Im Mai übergab Airbus 81 Verkehrsflugzeuge an seine Kunden. Das ist der bisherige Spitzenwert im laufenden Jahr. Im Vorjahresmonat lieferte der Konzern lediglich 51 Maschinen aus.
In den ersten fünf Monaten des Jahres 2026 summieren sich die Auslieferungen auf 262 Flugzeuge. Damit liegt Airbus deutlich über dem Vorjahresniveau. Das Ziel für das Gesamtjahr bleibt ambitioniert: Rund 870 Flugzeuge sollen die Werkshallen verlassen.
Großauftrag aus den USA in Sicht
Neue Chancen ergeben sich im Langstreckengeschäft. American Airlines hat offiziell Angebote für eine neue Generation von Großraumflugzeugen angefordert. Die Fluggesellschaft will ihre alternde Flotte ersetzen. Airbus schickt hier die Modelle A350 und A330neo ins Rennen.
Parallel dazu sicherte sich der Leasinggeber Azorra zwölf Maschinen vom Typ A220-300. Solche Deals stärken die Position von Airbus auf dem Sekundärmarkt. Das Management betont, dass hocheffiziente Flugzeuge für Airlines angesichts schwankender Treibstoffpreise die einzige Antwort auf den Kostendruck sind.
Kurs stabilisiert sich
An der Börse sorgten die Nachrichten für Auftrieb. Die Aktie schloss am Freitag bei 44,40 Euro — ein Plus von 3,26 Prozent. Damit glich das Papier die Verluste der Vorwoche vollständig aus.
Der Freitagsschub schob den Kurs über den 50-Tage-Durchschnitt von 42,91 Euro. Dennoch notiert die Aktie seit Jahresbeginn noch rund 9 Prozent im Minus. Bis zum 200-Tage-Durchschnitt bei 47,06 Euro bleibt ein deutlicher Abstand.
Bis 2027 will Airbus monatlich 75 Kurzstreckenjets bauen. Voraussetzung dafür bleibt die Lieferfähigkeit der Triebwerkshersteller. Marktteilnehmer achten nun darauf, ob das Tempo bei den Auslieferungen hoch bleibt.
Airbus-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Airbus-Analyse vom 13. Juni liefert die Antwort:
Die neusten Airbus-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Airbus-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 13. Juni erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
Airbus: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...


