Airbus hat 2025 insgesamt 793 Passagierflugzeuge ausgeliefert – vier Prozent mehr als im Vorjahr. Die Aktie kletterte daraufhin am Dienstagmorgen auf ein neues Allzeithoch von 217,90 Euro. Doch hinter der Rekordfahrt verbergen sich weiterhin hartnäckige Produktionsprobleme.
Ursprünglich hatte Konzernchef Guillaume Faury rund 820 Jets angepeilt. Anfang Dezember musste er das Ziel auf etwa 790 Maschinen kappen – Grund waren mangelhafte Rumpfverkleidungen eines Zulieferers, die aufwendige Nacharbeiten an hunderten Flugzeugen nötig machten. Bereits 2024 hatte Airbus sein Auslieferungsziel verfehlt, als Triebwerkshersteller die Produktion ausgebremst hatten.
Triebwerke kommen „sehr, sehr spät“
Die Turbinenprobleme sind noch nicht ausgestanden. Christian Scherer, der scheidende Chef der Verkehrsflugzeugsparte, bestätigte in einer Pressekonferenz am Montagabend: Viele Triebwerke seien auch 2025 erst spät im Jahr eingetroffen. „Wir sehen, dass sich dieser Trend 2026 fortsetzt, insbesondere bei Pratt & Whitney“, sagte Scherer. Mit dem US-Hersteller befinde sich Airbus noch in Gesprächen darüber, wie viele Turbinen „für die absehbare Zukunft“ geliefert werden können.
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Der neue Spartenchef Lars Wagner, zuvor Chef des deutschen Triebwerksbauers MTU, wird sich diesem Problem widmen müssen. MTU baut als Partner von Pratt & Whitney an Turbinen für Airbus-Jets mit – eine pikante Konstellation.
8.754 Bestellungen im Auftragsbestand
Trotz aller Lieferprobleme mangelt es Airbus nicht an Nachfrage. Im vergangenen Jahr gingen Bestellungen über 1.000 Passagier- und Frachtjets ein. Nach Abzug von Stornierungen blieben 889 neue Aufträge übrig. Der Auftragsbestand erreichte Ende 2025 mit 8.754 Maschinen ein neues Jahresende-Rekordhoch – rechnerisch Arbeit für elf Jahre bei aktuellem Produktionstempo.
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Faury will die Fertigung deutlich hochfahren. Für 2027 bleibt das Ziel bestehen, monatlich 75 Maschinen der A320neo-Familie zu bauen. Ob das realistisch ist, hängt maßgeblich davon ab, ob Pratt & Whitney und CFM – ein Joint Venture von Safran und GE Aerospace – genug Triebwerke liefern können.
Boeing weiter abgeschlagen
Der US-Rivale Boeing bleibt derweil im Krisenmodus. Nach den tödlichen Abstürzen 2018 und 2019 sowie dem Rumpfteil-Verlust einer 737 Max Anfang 2024 steht der Konzern unter verschärfter Behördenaufsicht. In den ersten elf Monaten 2025 lieferte Boeing nur 537 Flugzeuge aus – netto kamen 908 neue Bestellungen herein. Die vollständigen Jahreszahlen sollte Boeing am 13. Januar veröffentlichen.
Die Airbus-Aktie befindet sich seit Monaten im Höhenflug. Das Jahresplus liegt inzwischen bei knapp zehn Prozent, 2025 hatte der Titel bereits um 28 Prozent zugelegt. Seit dem Corona-Tief hat sich der Kurs mehr als vervierfacht – ein Plus von rund 340 Prozent. Mit einer Marktkapitalisierung von 170 Milliarden Euro gehört Airbus zu den Schwergewichten im DAX. Am 19. Februar folgen die Geschäftszahlen und das neue Auslieferungsziel für 2026.
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