Ein geopolitischer Skandal überschattet die jüngste Hauptversammlung von Airbus. Ein Ausschuss des US-Kongresses erhebt schwere Vorwürfe gegen die Raumfahrtsparte des europäischen Luft- und Raumfahrtkonzerns. Satellitenbilder des Unternehmens sollen möglicherweise einen iranischen Angriff auf amerikanische Truppen unterstützt haben. Für Investoren kommt diese Nachricht zur Unzeit.
Kongress nimmt Satellitensparte ins Visier
Der Sonderausschuss des Repräsentantenhauses für die Kommunistische Partei Chinas sieht eine bedenkliche Informationskette. Eine technische Untersuchung legt nahe, dass Airbus-Satelliten die ursprüngliche Quelle für Bilder waren, die später von der chinesischen Firma MizarVision veröffentlicht wurden. Diese Aufnahmen zeigten hochauflösende Details der Prince Sultan Air Base in Saudi-Arabien.
Kurz nach der Veröffentlichung griff der Iran den Stützpunkt am 27. März mit Raketen und Drohnen an. Bei dem Angriff wurden zwölf US-Soldaten verletzt und mehrere wertvolle Militärflugzeuge beschädigt.
Airbus weist die Anschuldigungen kategorisch zurück. Ein Sprecher bezeichnete die Vorwürfe als inakkurat und betonte die strikte Einhaltung aller Vorschriften. Ausschussvorsitzender John Moolenaar fordert US-Verteidigungsminister Pete Hegseth auf, Druck auf den Konzern auszuüben. Andere Anbieter wie Planet Labs halten Bilder aus der Region auf Wunsch der US-Regierung bereits freiwillig zurück.
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Führungswechsel und höhere Dividende
Die politischen Turbulenzen treffen auf einen Konzern im Umbruch. Auf der Hauptversammlung in Amsterdam am 14. April beschlossen die Aktionäre eine deutliche Anhebung der Ausschüttung. Die Dividende für das Geschäftsjahr 2025 steigt auf 3,20 Euro je Aktie.
Im Vorjahr erhielten Anteilseigner noch eine reguläre Dividende von 2,00 Euro plus einen Sonderbonus. Die Auszahlung der aktuellen Dividende erfolgt am 23. April.
An der Spitze des Verwaltungsrats bahnt sich ein Wechsel an. René Obermann gibt sein Amt als Vorsitzender zum 1. Oktober 2026 ab. Seine Nachfolgerin wird Amparo Moraleda, die bisher den Vergütungsausschuss leitet. Als neue Mitglieder rücken Terma-Chefin Henriette Hallberg Thygesen und BMW-Vorstandschef Oliver Zipse in das Gremium ein.
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Produktionskrise belastet den Kurs
Abseits der Governance-Themen kämpft das Management mit handfesten operativen Problemen. Im abgelaufenen Quartal lieferte Airbus lediglich 114 Verkehrsflugzeuge aus. Das entspricht einem Rückgang von 16 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Besonders die wichtige A320neo-Familie schwächelt mit nur 81 übergebenen Maschinen.
CEO Guillaume Faury macht den Triebwerkshersteller Pratt & Whitney für die Verzögerungen verantwortlich. Die fehlenden Lieferungen drücken massiv auf die Stimmung an der Börse. Mit einem aktuellen Kurs von 42,60 Euro notiert das Papier gut 13 Prozent unter dem Niveau vom Jahresanfang.
Ein RSI-Wert von 10,9 signalisiert eine extrem überverkaufte Situation. Der Abstand zur 200-Tage-Linie ist auf über zehn Prozent angewachsen.
Um das Jahresziel von rund 870 ausgelieferten Flugzeugen noch zu erreichen, muss Airbus das Tempo in den kommenden Monaten drastisch erhöhen. Am 28. April präsentiert das Management die vollständigen Finanzzahlen für das erste Quartal. Dann liegt der Fokus auf den Margen, die unter den anhaltenden Lieferengpässen leiden dürften. Bis dahin navigiert die Aktie im Spannungsfeld zwischen operativen Hürden und den neuen geopolitischen Risiken aus Washington.
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