Der europäische Flugzeugbauer sichert sich einen Großauftrag aus den USA – doch die Börse zeigt sich unbeeindruckt. Die Delta Air Lines hat am Dienstag insgesamt 31 Langstreckenmaschinen fest bestellt: 16 Exemplare des A330-900 und 15 des A350-900. Damit wächst die Großraumflotte der US-Airline auf beachtliche 134 Airbus-Jets.
Der Deal unterstreicht die langjährige Partnerschaft zwischen den beiden Unternehmen. Delta betreibt bereits über 500 Airbus-Flugzeuge aller Produktfamilien vom A220 bis zum A350-900. Der aktuelle Auftragsbestand umfasst rund 200 weitere Maschinen, darunter auch das größere Modell A350-1000.
Fehlausbruch statt Höhenflug
Doch positive Nachrichten allein reichen nicht. Die Aktie startete zwar fulminant ins neue Jahr und markierte am 13. Januar bei 220,40 Euro ein neues Allzeithoch. Das Oktober-Hoch war damit übertroffen. Doch der Ausbruch entpuppte sich als Falle – seitdem geht es kontinuierlich abwärts. Die Bullen sind in die Defensive geraten.
JPMorgan wird vorsichtiger
Die US-Investmentbank JPMorgan reagierte am Dienstagabend und senkte ihr Kursziel von 255 auf 240 Euro. Analyst David Perry passte seine Prognosen nach unten an. Die Begründung: Geringere Flugzeug-Auslieferungen und der schwache US-Dollar belasten die Perspektiven. Trotz der Reduktion bleibt die Einstufung bei „Overweight“ – die Bank sieht die Aktie also weiterhin als kaufenswert an.
Die Kombination aus enttäuschender Kursentwicklung und gedämpften Analystenerwartungen zeigt: Selbst solide Aufträge wie der von Delta können die aktuellen Belastungen nicht kompensieren. Anleger müssen sich auf volatilere Zeiten einstellen.
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