Die europäische Luftfahrtbehörde EASA hat am Montag eine Lufttüchtigkeitsanweisung erlassen, die 16 Airbus A380 vorübergehend zu Inspektionen verpflichtet. Der Grund: Risse in bestimmten Strukturteilen der Tragflächen, die die strukturelle Integrität der Flügel beeinträchtigen könnten.
Was genau ist betroffen?
15 der 16 betroffenen Maschinen gehören zur Flotte von Emirates — der weltgrößten A380-Betreiberin. Eine weitere Maschine fliegt unter dem australischen Qantas-Dach. Die Anweisung wurde am 22. Juni erlassen und trat heute in Kraft. Fünf Jets müssen noch vor ihrem ersten Flug ab heute inspiziert werden, die übrigen innerhalb von 25 Flugzyklen.
Airbus selbst hält die zusätzlichen Prüfungen für notwendig. Eine unmittelbare Einschränkung des Flugbetriebs ist damit nicht zwingend verbunden — die Fristen geben den Betreibern etwas Spielraum.
Kein Schrecken für Anleger
Der Kurs der Airbus-Aktie zeigt sich von der Nachricht wenig beeindruckt. Auf XETRA stand das Papier zuletzt leicht im Minus, vorbörslich hatte es noch zugelegt. Die Marktreaktion deutet darauf hin, dass Investoren die Maßnahme als routinemäßige Sicherheitsüberprüfung einordnen — zumal die A380-Produktion 2021 mangels neuer Bestellungen bereits eingestellt wurde. Der Typ ist damit ein auslaufendes Modell, das vor allem bei bestehenden Großbetreibern wie Emirates noch intensiv genutzt wird.
Wie schnell die Inspektionen abgeschlossen werden und ob sich daraus Folgeprobleme ergeben, wird sich in den nächsten Wochen zeigen — spätestens dann, wenn Emirates oder Qantas über mögliche operative Auswirkungen berichten.
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