Auf dem Papier laufen die Fabriken von Airbus auf Hochtouren. In der Realität stauen sich die fertigen Flugzeuge jedoch auf dem Rollfeld, weil wichtige Bauteile fehlen. Diese wachsende Lücke zwischen Produktion und tatsächlicher Auslieferung setzt den Aktienkurs des europäischen Luftfahrtkonzerns erheblich unter Druck.
Rumpfteile und Triebwerke als Bremsklotz
Im März 2026 fertigte der Konzern zwar 128 Verkehrsflugzeuge und steigerte den Ausstoß damit im Vergleich zum Vormonat deutlich. An die Kunden übergeben wurden im selben Zeitraum allerdings schätzungsweise nur 54 Maschinen. Das erste Quartal fällt damit schwächer aus als im Vorjahr: Bis Ende Februar standen lediglich 54 Auslieferungen in den Büchern, während es zum gleichen Zeitpunkt 2025 bereits 65 waren.
Besonders die wichtige A320neo-Familie hinkt dem Zeitplan hinterher. Verantwortlich dafür sind Probleme mit Rumpfverkleidungen, die zu Jahresbeginn für Verzögerungen sorgten. Wie tiefgreifend der Flaschenhals ist, zeigt ein Blick auf die Gesamtzahlen: Von 141 bis Mitte März gebauten Flugzeugen konnten nur 94 an Kunden übergeben werden.
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Gleichzeitig zeichnet sich ein weiteres Problem ab. Von 55 gebauten Jets mit LEAP-Antrieb verließen bis Mitte März lediglich 22 das Werk. Bei Maschinen mit GTF-Triebwerken war das Verhältnis von Produktion zu Auslieferung im selben Zeitraum deutlich ausgeglichener. Diese Diskrepanz werten Branchenkenner als mögliches Indiz für bisher unbestätigte Schwierigkeiten bei CFM-Triebwerken.
Aktie rutscht in den Bärenmarkt
Die anhaltenden operativen Hürden hinterlassen tiefe Spuren im Chart. Mit einem Minus von über 27 Prozent seit dem Jahreshoch ist das Papier offiziell in einen Bärenmarkt eingetreten und notierte in dieser Woche im Bereich von 157 Euro. Technische Verkaufssignale verstärken das negative Bild. Bereits im Februar fiel der Kurs unter die Nackenlinie einer Schulter-Kopf-Schulter-Formation, Mitte März folgte ein sogenanntes Todeskreuz der gleitenden Durchschnitte.
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Angesichts dieser Entwicklung gerät das Jahresziel von rund 870 Auslieferungen ins Wanken. Ein Branchenbeobachter hat seine Prognose für das laufende Jahr bereits von 904 auf 873 Maschinen nach unten korrigiert. Airbus selbst hatte die eigenen Ziele ohnehin unter den Vorbehalt gestellt, dass es zu keinen weiteren Störungen in der Lieferkette kommt.
Richtungsweisender April
Zwei konkrete Termine stehen nun im Fokus der Investoren. Am 14. April stimmt die Hauptversammlung in Amsterdam über die vorgeschlagene Dividende von 3,20 Euro je Aktie ab. Wesentlich relevanter für die fundamentale Bewertung wird jedoch der 28. April. An diesem Tag präsentiert Airbus die offiziellen Quartalszahlen und muss belegen, ob sich der Auslieferungsstau im Frühjahr auflöst oder die Jahresziele offiziell nach unten angepasst werden müssen.
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