Airbus bereitet offenbar eine entscheidende Wende bei seinem kleinsten Passagierjet vor. Gleich zwei Entwicklungen könnten dem verlustbringenden A220-Programm neuen Schwung verleihen – und die Aktie aus ihrer jüngsten Seitwärtsbewegung katapultieren.
Der europäische Flugzeugbauer steht kurz davor, Airlines und Leasinggesellschaften eine größere Variante des A220 anzubieten. Ziel ist es, noch 2025 genügend Vorbestellungen für die A220-500 einzusammeln, um die Entwicklung zu starten. Die gestreckte Version soll rund 180 Passagiere fassen – deutlich mehr als die aktuellen Modelle mit 110 bis 160 Sitzen.
Bei der Airlines Economics Konferenz in Dublin machten Airbus-Vertreter gegenüber Finanziers deutlich: 2026 werde ein „großes Jahr“ für den A220. Der neue Verkaufsvorstand Lars Wagner signalisierte Unterstützung für das Projekt. Bereits in wenigen Wochen sollen Verkaufsgespräche beginnen. Eine Markteinführung könnte bereits im Juli auf der Farnborough Airshow erfolgen – vorausgesetzt, zwei bis drei namhafte Großkunden steigen ein und der Vorstand nickt das Projekt ab.
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Mega-Deal aus Malaysia am Horizont?
Parallel dazu verdichten sich die Hinweise auf einen Durchbruch in Asien. Die malaysische Fluggesellschaft Air Asia steht unmittelbar vor der Unterzeichnung eines Auftrags über 100 A220-Maschinen. Mit Kaufoptionen könnte das Volumen sogar auf 150 Jets anwachsen – das wäre die bislang größte A220-Bestellung überhaupt.
Die Eckpunkte des Vertrags stehen bereits fest, wie Insider berichten. Eine Bekanntgabe könnte noch diese Woche erfolgen. Air Asia betreibt bereits eine Flotte von etwa 250 Airbus-Jets und gilt seit langem als treuer Großkunde des Konzerns.
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Warum der A220 so wichtig ist
Der A220 belastet die Bilanz seit der Übernahme von Bombardier im Jahr 2018. Hohe Fertigungskosten, schleppende Produktion und Probleme mit der Haltbarkeit der Triebwerke drücken auf die Marge. Doch eine größere Version könnte die Wende bringen: Mit dem A220-500 ließe sich die Verhandlungsposition gegenüber Zulieferern verbessern und die Stückkosten senken.
Die Kombination aus potenziellem Mega-Auftrag und der geplanten Produkterweiterung zeigt: Airbus nimmt beim A220 jetzt richtig Fahrt auf. Für Anleger könnte das wegweisend sein.
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