Airbus Aktie: Kampf um Milliarden-Auftrag

Die Airbus-Aktie verzeichnet Kursverluste, nachdem Rheinmetall mit OHB um einen bis zu 10 Milliarden Euro schweren Bundeswehr-Satellitenauftrag konkurriert.

Airbus Aktie
Kurz & knapp:
  • Kursverlust schließt charttechnische Lücke vom Jahresanfang
  • Management warnt intern vor beispiellosen Krisen
  • Rheinmetall und OHB bilden Allianz für Großauftrag
  • SATCOMBw-Projekt hat Volumen von bis zu 10 Mrd. Euro

Die Airbus-Aktie verzeichnete am Montag einen Kursverlust von 1,5 Prozent und landete damit am Ende des DAX. Der Titel schloss eine charttechnische Kurslücke vom Jahresanfang und fiel zurück an die 50-Tage-Linie – ein deutliches Signal der Marktschwäche.

Belastend wirkte ein interner Brief des Managements an die Belegschaft, der an die Öffentlichkeit gelangte. Darin beschreibt die Führungsebene den Jahresauftakt als geprägt von einer beispiellosen Anzahl von Krisen und beunruhigenden geopolitischen Entwicklungen. Solche Worte aus der Chefetage kommen selten ohne Grund – und Anleger reagierten entsprechend nervös.

Rheinmetall greift an

Doch was den Kurs zusätzlich unter Druck setzte: Der europäische Flugzeugbauer sieht sich plötzlich unerwarteter Konkurrenz ausgesetzt. Rheinmetall hat sich mit dem Bremer Satellitenhersteller OHB zusammengetan, um gemeinsam um das größte Satellitenprojekt in der Geschichte der Bundeswehr zu konkurrieren. Das Projekt „SATCOMBw Stufe 4“ hat ein geschätztes Volumen von bis zu zehn Milliarden Euro – eine Summe, die selbst für einen Konzern wie Airbus bedeutend ist.

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Das ambitionierte Vorhaben soll bis 2029 eine Konstellation von bis zu 200 Satelliten aufbauen. Diese würden Panzer, Schiffe und Soldaten miteinander vernetzen – technisch ähnlich dem Starlink-System von SpaceX. Bereits im Februar könnte die offizielle Ausschreibung erfolgen.

Ungewöhnliche Allianz

Die Partnerschaft zwischen Rheinmetall und OHB ist bemerkenswert. Während Airbus als etablierter Player im Satellitenbau gilt, positioniert sich der Rüstungskonzern aus Düsseldorf zunehmend im Weltraumgeschäft. Mit OHB an der Seite – einem erfahrenen Satellitenhersteller – wird die Konkurrenz ernst zu nehmen sein.

Für Airbus steht viel auf dem Spiel. Der Auftrag würde nicht nur erhebliche Umsätze über Jahre hinweg sichern, sondern auch die strategische Position im wachsenden Markt für militärische Kommunikationssatelliten festigen. Die Kombination aus schwachem Jahresauftakt, düsteren Management-Aussagen und nun dieser Wettbewerbssituation erklärt die Zurückhaltung der Investoren.

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