Airbus Aktie: Lieferkrise trifft Aktionäre

Airbus verzeichnet im ersten Quartal 2026 einen deutlichen Lieferrückgang, erhöht aber die Dividende. Die Hauptversammlung steht im Zeichen von Triebwerksengpässen und hoher Nachfrage.

Airbus Aktie
Kurz & knapp:
  • Starker Rückgang bei Flugzeugauslieferungen
  • Dividende wird trotz Krise erhöht
  • Triebwerksprobleme von Pratt & Whitney
  • Hohe Auftragslage als positives Signal

Airbus lädt seine Aktionäre heute zur Hauptversammlung in Amsterdam — und der Zeitpunkt hätte ungünstiger kaum sein können. Erst wenige Tage zuvor wurden die schwächsten Quartalszahlen seit fast zwei Jahrzehnten bekannt: 114 ausgelieferte Flugzeuge im ersten Quartal 2026, ein Rückgang von 16 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum.

Dividende trotz Lieferproblemen

Trotz des Gegenwinds bei den Auslieferungen steht ein positives Signal auf der Tagesordnung: Die Aktionäre sollen einer Dividende von 3,20 Euro je Aktie für das Geschäftsjahr 2025 zustimmen — eine spürbare Erhöhung gegenüber dem Vorjahr. Auszahlungstermin ist der 23. April 2026.

Die Basis dafür lieferte ein solides Gesamtjahr 2025: Airbus erzielte Umsätze von 73,4 Milliarden Euro, ein bereinigtes EBIT von 7,1 Milliarden Euro und einen freien Cashflow von 4,6 Milliarden Euro.

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Das Triebwerksproblem bleibt ungelöst

Der Kern des Lieferproblems liegt im Narrowbody-Segment. Die Auslieferungen der A320neo-Familie — also A319neo, A320neo und A321neo zusammen — fielen von 106 auf 81 Maschinen, ein Minus von rund 24 Prozent. CEO Guillaume Faury machte dafür anhaltende Engpässe bei Triebwerken von Pratt & Whitney verantwortlich, die etwa 40 Prozent der globalen A320-Flotte antreiben. Airbus fordert Schadensersatz für die Lieferverzögerungen — ein Streit, der möglicherweise vor ein Schiedsgericht geht.

Zum Vergleich: Das aktuelle Quartalsergebnis liegt 30 Prozent unter dem bisher besten ersten Quartal aus dem Jahr 2019 — obwohl Airbus seine Produktionskapazitäten seitdem erheblich ausgebaut hat.

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Starke Nachfrage als Gegengewicht

Auf der Auftragsseite sieht das Bild deutlich freundlicher aus. Allein im März buchte Airbus 331 neue Flugzeuge, darunter 100 A320neo für AerCap, 101 für China Eastern Airlines und 25 für Juneyao Air. Delta Air Lines sicherte sich 16 A330-900 und 15 A350-900, Atlas Air bestätigte 20 A350-Frachter.

Das zeigt: Die Nachfrage nach Airbus-Maschinen ist ungebrochen. Das Problem liegt nicht im Markt, sondern in der Produktion.

Quartalszahlen am 28. April

Airbus hält an seinem Jahresziel von rund 870 Auslieferungen, einem bereinigten EBIT von etwa 7,5 Milliarden Euro und einem freien Cashflow von rund 4,5 Milliarden Euro fest. Wie das Management das Defizit aus dem ersten Quartal in den verbleibenden drei Quartalen aufholen will, dürfte am 28. April im Mittelpunkt stehen — wenn Airbus seine vollständigen Q1-Zahlen vorlegt. Bis dahin steht heute die Hauptversammlung unter dem Druck, Antworten zu liefern.

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